Susanne Viktoria Haupt
4. März 2019

Von Liebe getragen

Eindrucksvolle Literatur-Verfilmung: Das Kino am Raschplatz zeigt heute „If Beale Street Could Talk“ von Barry Jenkins im Original

Ernsthaft, realistisch, berührend: „If Beale Street Could Talk“

langeleine.de liebt Literatur-Verfilmungen. Ganz einfach schon deshalb, weil sie zwei Formen kreativen Ausdrucks zusammenbringen. Und auch, weil wir nur zu gerne ganz genau darauf schauen, wie und was vom Roman schlussendlich umgesetzt wurde. Nicht immer sind dabei Auslassungen oder Veränderungen schlecht. Leider hat von uns keiner bisher „Beale Street Blues“ von James Baldwin gelesen und ja, wir schämen uns etwas dafür. Allerdings umfasst die Erzählung nur schmale 224 Seiten und ließe sich daher auch noch schnell vor einem Kinobesuch lesen. Nun gut, nicht unbedingt heute. Außer Ihr habt frei oder einen sehr langweiligen Job, bei dem Euch niemand über die Schulter schaut. Dann greift zum Buch!

Die Verfilmung von Baldwins Roman kommt unter dem Namen „If Beale Street Could Talk“ in die Kinos. Alonzo Hunt (Stephan James), der von allen nur Fonny genannt wird, lernt die Verkäuferin Tish (Kiki Layne) kennen. Beide verlieben sich ineinander, und es könnte der Beginn einer wunderschönen Liebesgeschichte inmitten der 1970er-Jahre werden. Aber Fonny wird auf einmal der Vergewaltigung beschuldigt und verhaftet, dabei hat er ein wasserdichtes Alibi. Während Fonny im Gefängnis auf seinen Prozess wartet, stellt Tish fest, dass sie schwanger ist. Es geht also nicht mehr nur um die Zukunft der Liebe von Fonny und ihr, sondern auch um die Zukunft ihrer kleinen Familie. Mit der kraftvollen Unterstützung ihrer Familie will Tish nun erst Recht die Unschuld von Fonny beweisen…

„If Beale Street Could Talk“ erzählt uns von tiefer und bedingungsloser Liebe. Damit ist nicht nur die Liebe zwischen Fonny und Tish oder Tish und Fonny zu ihrem ungeborenen Kind gemeint, sondern auch die Liebe, die zwischen Tish und ihrer Familie besteht. Umgesetzt wurde das Drama von Barry Jenkins, der bereits im vergangenen Jahr mit „Moonlight“ einen Oscar gewonnen hat. Für diesen eindrucksvollen Streifen konnte Kiki Layne den Oscar als beste Nebendarstellerin mit nach Hause nehmen. Das Kino am Raschplatz zeigt den Film heute im Original mit Untertiteln.

Montag, 4. März 2019:
„If Beale Street Could Talk“, Drama von Barry Jenkins, USA 2018, 117 min., OmU, Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover, Beginn: 20.45 Uhr, Eintritt: 9 Euro, ermäßigt: 8,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

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Kategorien: Film, Tagestipps

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