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Das Endspiel

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart

Seit Wochen der beste Spieler seiner Mannschaft: 96-Torhüter Michael Esser

Es ist eindeutig: Der März kann ein schicksalhafter Monat für Hannover 96 werden. Entweder führt der Weg geradewegs in die Zweitklassigkeit oder die Mannschaft von Trainer Thomas Doll rettet sich – irgendwie. Doch wie? Wer die Spiele der Roten in dieser Saison gesehen hat, kommt nicht umhin festzustellen, dass Hannover 96 – mit Ausnahme der halbwegs gelungenen Auftaktspiele – zu keinem Zeitpunkt der Spielzeit ein bundesligataugliches Team auf dem Rasen hatte. Nicht in der Hinrunde, nicht in der Rückrunde, nicht unter Breitenreiter und auch nicht unter Doll.

Unglaubliche Verletztenmisere

Nun darf man die Ursache des andauernden Niederganges aber wirklich nicht in erster Linie bei den Trainern suchen, die eine Menge versucht (und wieder gelassen) haben. Vielmehr ist die Kaderplanung zu hinterfragen, die es beispielsweise nicht geschafft hat, die Abgänge von Salif Sané, Martin Harnik und Felix Klaus zu kompensieren. Vor allem aber hat 96 ein schier unglaubliches Verletzungspech: Die Ausfälle von Niclas Füllkrug, Ilhas Bebou, Timo Hübers, Linton Maina, Noah-Joel Sarenren Bazee und Kevin Akpoguma trafen die Roten mit voller Wucht. Unter der Woche hat sich nun auch noch Matthias Ostrzolek bei einem Zusammenprall mit Keeper Esser mehrere Rippen gebrochen. Nein, vom Glück verfolgt ist 96 dieses Jahr nun wirklich nicht.

Statistik des Grauens

Dass Hannover 96 im Rennen um den Klassenerhalt immer noch einigermaßen gute rechnerische Chancen hat, liegt an der Schwäche der Konkurrenz und dem allgemeinen Schneckenrennen der vier Tabellenletzten: Seit es die Drei-Punkte-Regelung gibt, hatte noch nie ein 15. weniger Punkte als der FC Augsburg, der vor diesem Spieltag bei 18 Zählern stand, noch nie ein 16. weniger Punkte als der VfB Stuttgart mit 16 Zählern und noch nie ein 17. weniger Punkte als Hannover 96 mit 14 Zählern. Nur der 1. FC Nürnberg fällt in dieser Statistik des Grauens etwas aus der Rolle, denn Darmstadt 98 hatte als ein 18. vor zwei Jahren noch einen Punkt weniger als die Nürnberger mit derzeit 13.

Die letzte Chance?

Und dennoch gilt: Wenn einem der Abstiegskandidaten plötzlich eine Serie gelingen und zum Beispiel drei Siege hintereinander hinlegen sollte, könnte die bisher so miese Saison urplötzlich gerettet sein. Wie das gehen könnte, hat gestern Augsburg mit einem Sieg über Tabellenführer Dortmund vorgemacht. Morgen können Stuttgart und Hannover nachlegen. Beide haben sozusagen eine letzte Chance. Mein Tipp: Das wird nichts für 96. Bei Stuttgart ist einfach mehr Substanz. Hannover verliert unter Thomas Doll zum vierten Male mit 0:3. Der Abstieg ist fast nicht mehr zu verhindern.

Sonntag, 3. März 2019, 15.30 Uhr:
VfB Stuttgart – Hannover 96

(Foto: Pressefoto/Hannover 96)

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