Jörg Smotlacha
7. März 2019

Ein Plädoyer für morgen und übermorgen

Satire mit Haltung und Problembewusstsein: Jess Jochimsen im Theater am Küchengarten

Jess Jochimsen

„Schlaflieder für Menschen, die nicht alleine ins Bett möchten“: Jess Jochimsen

Jess Jochimsen ist einer von denen, für die nicht früher alles besser war, der Haltung bewahren möchte und nicht seinen Kopf ausschaltet. Der seine Offenheit behalten mag und folgerichtig feiern will, „als ob es ein Morgen gäbe“. Der Freiburger Autor, Kabarettist, Fotograf und Musiker entschleunigt die allgemeine Lautsprecherei. Und er sagt, dass Dichtmachen keine Lösung ist. Grenzen dicht machen, Brexit, Amerika first. Das klingt wie das Schild an seiner Stammkneipe: „Heute wegen gestern geschlossen“. Lustig, aber nicht die Lösung der Probleme.

Das Schöne dabei ist: Jochimsen zeigt Dias. Und seine Solo-Show natürlich. Der 1970 geborene Kabarettist war unter anderem zu Gast beim „Scheibenwischer“, dem „Quatsch Comedy Club“ und bei „RTL Samstag Nacht“ und er beweist, was Satire alles sein darf: anrührend, musikalisch, klug, bilderreich und lustig. In der Ankündigung spricht Jochimsen von „Schlafliedern für Menschen, die nicht ins Bett wollen. Zumindest nicht alleine.“ Das ist doch mal ein Versprechen. Heute ist Jess Jochimsen im Theater am Küchengarten zu Gast.

Donnerstag, 7. März 2019:
„Heute wegen gestern geschlossen“, Comedy von Jess Jochimsen, Theater am Küchengarten, Am Küchengarten 3-5, 30449 Hannover, Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 25 Euro, ermäßigt: 11,50 Euro

(Foto: Pressefoto/Theater am Küchengarten/Britt Schilling)

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Kategorien: Bühne, Tagestipps

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