Susanne Viktoria Haupt
15. April 2019

Eine starke Stimme für die Menschenrechte

Amnesty International Hannover lädt auch heute wieder zum informativen After Work ein

Setzt sich seit 1961 weltweit für die Menschenrechte ein: Amnesty International, Logo

Bei all den fürchterlichen Nachrichten, die derzeit um die Welt gehen, fällt es mittlerweile sehr schwer, noch den Überblick zu behalten. Da haben wir die Klima-Katastrophe auf der einen Seite, die Armut vor der eigenen Tür, Europa auf dem Prüfstand und unmenschliche Gesetze wie die in Brunei. Und das ist leider nur ein kleiner Teil des großen Ganzen. Doch in einigen Punkten können wir zumindest in Teilen im Alltag aktiv werden, um zu versuchen, etwas zu ändern. Man könnte beispielsweise einfach mal nicht in den Flieger steigen, oder aber zumindest eine Ausgleichspauschale für den dadurch verursachten immensen CO2-Ausstoß abdrücken. Man könnte im Mai zur Europawahl gehen und Europa eine starke Stimme verleihen. Man könnte für obdachlose Menschen spenden oder ihnen auf irgendeine andere Art Unterstützung zukommen lassen. Zum Beispiel einfach mal den Asphalt kaufen oder einen Kuchen für das Bollerwagen-Café backen. Aber was kann man beispielsweise gegen die homophoben und unwürdigen Gesetze Bruneis tun? Oder gegen andere katastrophalen Zustände im Bereich der Menschenrechte?

Menschenrechtsverletzungen passieren jeden Tag auf der ganzen Welt, und auch in Deutschland, nur eben deutlich seltener. Und wenn doch, dann werden sie gesetzlich geahndet. Dass hier Menschenrechtsverletzungen von Seiten der Regierung ausgeführt werden, ist nicht der Fall. Das engt unseren Handlungsraum natürlich schon deutlich ein, denn was außerhalb unserer Landesgrenzen, oder sogar außerhalb der Grenzen Europas passiert, kann auch nicht mehr durch eine politische Wahl unsererseits direkt beeinflusst werden. Wir können natürlich jetzt alle die Hotels des Sultans von Brunei boykottieren, aber das wird das Gesetz leider nicht abschaffen. Amnesty International hingegen gibt uns durchaus die Möglichkeit, uns nicht nur umfassend über Menschenrechtsverletzungen zu informieren, sondern uns auch dagegen stark zu machen. Ganz gleich wie weit wir von der Katastrophe entfernt sind. Denn Amnesty International besitzt das notwendige Netzwerk, um Kämpfe aufzunehmen, die für viele aussichtlos erscheinen. Und jeden Montag findet bei Amnesty das sogenannte „After Work“-Treffen statt, bei dem sich alle Interessierten von fachkundigen Mitgliedern der Organisation über die aktuelle Lage in problematischen Ländern und auch über Petitionen und Aktionen der lokalen Gruppen informieren können.

Montag, 15. April 2019:
„Amnesty After Work“, Amnesty International-Büro, Frauenhoferstraße 15, 30163 Hannover, Beginn: 18 Uhr, Eintritt frei

(Foto: Amnesty International / Logo)

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Kategorien: Politik, Tagestipps

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