Milena Wurmstädt
21. April 2019

Dem Teufel ganz nahe am Ostersonntag

Das Lodderbast zeigt heute Abend den experimentellen und ein bisschen dämonischen Film „Luz“

Tilman Singer drehte „Luz“ als Hochschulabschluss-Film, Filmplakat

Im Tilman Singers auf 16 Millimeter gedrehtem Film „Luz“ geht es um „das Böse“. Und zwar nicht um seine Banalität oder alltägliche Form, sondern um Dämonen und Teufel. Hauptfigur Luz veranstaltete zu ihrer Zeit als Klosterschülerin schwarzmagische Rituale und manipulierte ihre Mitschülerinnen, doch inzwischen arbeitet sie als Taxi-Fahrerin in Köln und scheint ganz anderen Gemüts zu sein. Doch wo ist das Böse hin? Nicht nur ihre besten Freundin, sondern auch Polizei-Psychologe Rossini interessieren sich für diesen Wandel. Wie hängt die plötzliche Veränderung ihrer Persönlichkeit mit dem schweren Unfall zusammen, den Luz erlitten hat?

Tilman Singers Hochschulabschluss-Film „Luz“ lief auf diversen Film-Festivals und wurde für seine experimentelle Kraft gelobt. In der gemütlichen Atmosphäre des kleinen Lodderbast-Kinos gibt es neben selbstgemachten Snacks und Craft Beer auch eine schöne Sofa-Garnitur. In die kann man sich gut hineinkuscheln, wenn auf der Leinwand Menschen alleine in dunkle, kerzenbeschienene Räume gehen. Alternative: Jemanden mitbringen, der oder den man schon lange näherkommen wollte und bei den gruseligen Szenen wie reflexartig die Hand dieser Person berühren.

Sonntag, 21. April 2019:
„Luz“, Filmdrama von Tilman Singer, D 2018, 70 min., Lodderbast, Berliner Allee 56, 30175 Hannover, Beginn: 22 Uhr, Eintritt: 10 Euro, ermäßigt: 8 Euro

(Foto: Filmplakat)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Film, Tagestipps

Kommentiere diesen Artikel