Jörg Smotlacha
6. Juli 2019

Unter die Haut

In Ilka Theurichs Studio in der Faust sind heute die Performance-Künstlerinnen Mélanie Peduzzi und Małgorzata Rabczuk zu sehen

Mélanie Peduzzi, Performance

Erzählt eine sowohl dystopische als auch utopische Geschichte: Mélanie Peduzzis Körper während ihrer Performance

Die Performance-Künstlerin Mélanie Peduzzi schreibt, fotografiert und performt – mit ihrem Körper. In ihrer Arbeit hinterfragt die 30-jährige Belgierin die uns auferlegten körperlichen Normen und Repräsentationskräfte in der heutigen Gesellschaft durch Handlungen und Bilder. An ihrer Seite hat sie aktuell die polnische Künstlerin Małgorzata Rabczuk, die sich ihrerseits mit den Aspekten kollektiven Lebens, Biozentrismus, Utopien der Zärtlichkeit, Fürsorge und Heimwerken auseinandersetzt.

Klingt verstörend? Soll es auch sein. Denn beide Künstlerinnen wollen bei ihrem Aufeinandertreffen in Hannover einen Film der Erwartungen erschaffen, der während einer Live-Performance unter die Haut der Künstlerinnen gelegt wird. Damit soll gegen die Tendenz Stellung bezogen werden, dass Körper immer effizienter werden. Gleichzeitig soll herausgefunden werden, wie sich die neuen Technologien auf unsere Intimität auswirken, ob und wie der Körper ein Gegenstand politischer Kontrolle ist. Dieser Film geht im wahrsten Sinne unter die Haut – nicht nur unter die der Künstlerinnen.

Samstag, 6. Juli 2019:
Mélanie Peduzzi & Małgorzata Rabczuk, atelier:performance #19, Kulturzentrum Faust, Studio : Ilka Theurich, Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover, Beginn: 15 Uhr, Eintritt frei

(Foto: Pressefoto/Kulturzentrum Faust)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Bühne, Tagestipps

Kommentiere diesen Artikel