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Chaos-Trip in die Schweiz

Gestrandet auf der anderen Seite des Lebens: Das Apollo-Kino zeigt heute Alireza Golafshans Film „Die Goldfische“

Spaltet die Kritik: „Die Goldfische“ von Alireza Golafshan, Filmplakat

Das Leben von Banker Oliver (Tom Schilling) konzentrierte sich bisher ausschließlich auf Arbeit und Profit. Dieses Leben auf der Überholspur sollte ihn aber bald einen Teil seiner Mobilität kosten. Nach einem Autounfall ist er nun querschnittsgelähmt und soll sich in einer Reha an sein neues Leben gewöhnen. Für Oliver alles leichter gesagt als getan. Arbeiten soll er in der Reha nämlich nicht, aber selbst wenn er wollte, gäbe es damit Probleme. Gutes W-Lan findet er ausschließlich in der sogenannten „Goldfisch-WG“, die aus körperlich und geistig eingeschränkten Menschen besteht. Da wären beispielsweise die beiden Autisten Rainman (Axel Stein) und Michi (Jan Hendrik Stahlberg), die blinde Magda (Birgit Minichmayr), Franzi (Luisa Wöllisch) mit Trisomie 21 und die Betreuerin Laura (Jella Haase). Als dann noch ein ehemaliger Kollege auftaucht und ihm steckt, dass das Finanzamt hinter ihren hinterzogenen Steuern her ist, muss Oliver handeln. Um sein Geld aus der Schweiz nach Deutschland zu schmuggeln, inszeniert er eine Kamel-Therapie in der Schweiz. Und zwar für die gesamte Goldfisch-WG. Dass das nicht ohne Turbulenzen und jede Menge Chaos vonstatten gehen wird, dürfte klar sein.

Die Kritikerinnen und Kritiker haben „Die Goldfische“ von Alireza Golafshan bisher mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Für die einen ist der Film zu sehr auf politische Korrektheit ausgelegt, für die anderen wiederum zu wenig. Wer sich von dem neuen Film mit Tom Schilling selbst ein Bild machen möchte, kann heute Abend im Apollo-Kino Platz nehmen.

Dienstag, 3. September 2019:
„Die Goldfische“, Spielfilm von Alireza Golafshan, D 2019, 109 min., Apollo-Kino, Limmerstraße 50, 30451 Hannover, Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 7 Euro

(Foto: Filmplakat)

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