Susanne Viktoria Haupt
9. September 2019

„I’m not the man they think I am at home“

Das Apollo-Kino zeigt heute mit „Rocketman“ den nächsten biographischen Streich von Regisseur Dexter Fletcher, diesmal über Elton John

Lässt weder Höhe- noch Tiefpunkte aus Elton Johns Leben aus: „Rocketman“ von Dexter Fletcher

Gerade läuft an einigen Orten in Hannover noch der Kassenschlager „Bohemian Rhapsody“, da kommt Regisseur Dexter Fletcher direkt mit dem nächsten musikalischen Biopic um die Ecke. Mit „Rocketman“ widmet er sich den Anfängen und dem Durchbruch des Paradiesvogels der britischen Musikgeschichte Elton John. Bekannt ist er uns heute durch zahlreiche Ohrwürmer, seine knalligen Bühnen-Outfits, die herrlichen Brillen und sein leidenschaftliches Klavierspiel. Aber auch in diesem Falle war aller Anfang schwer. Das zeigt Fletcher auf dramatisch-unterhaltsame Weise. Dabei lässt er weder die Höhepunkte, noch die Tiefpunkte von Elton Johns Leben aus. Letztere gehören schließlich genauso zur Lebensgeschichte des Musikers.

In „Rocketman“ treffen wir auf einen jungen Elton John (gespielt von Taron Egerton), der von seinem Vater missachtet wird, aber dafür volle Aufmerksamkeit von den Frauen in seiner Familie bekommt. Da bleibt das musikalische Talent des jungen Elton auch nicht lange unbemerkt. Bereits mit elf Jahren nimmt er Klavierstunden an der Royal Academy of Music. Elton wird schnell berühmt und trifft gerade während der Anfänge seiner Karriere auf dieselben Gesichter, wie es auch einst Freddy Mercury tat. Zum Beispiel auf den Manager John Reid (Richard Madden), mit dem er zeitweise sogar das Bett teilt. Aber dieser will nur ein Stück vom schnell erfolgreichen und lukrativen Kuchen Elton Johns abhaben. Der Erfolg ist es auch, der Elton John zum Verhängnis wird, denn wie heißt es bereits bei „Spider-Man“: Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung. Deswegen beginnt der Film auch mit dem Moment, in dem ein überforderter Elton John in eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Drogenproblemen platzt und nun im Rückblick auf sein Leben versucht, die Entwicklungen seiner eigenen Karriere zu verstehen. Ob Regisseur Dexter Fletcher auch mit „Rocketman“ so viel Erfolg haben wird, wie mit „Bohemian Rapsody“, lässt sich nicht so einfach sagen. Interessant ist Elton Johns Biografie allemal.

Montag, 9. September 2019:
„Rocketman“, Biopic von Dexter Fletcher, GB 2019, 121 Min., Apollo-Kino, Limmerstraße 50, 30451 Hannover, Beginn: 17.45 Uhr, Eintritt: 7,50 Euro, ermäßigt: 6,50 Euro

  • weitere Aufführungen:
  • Mittwoch, 11. September, 22.30 Uhr
  • Sonntag, 6. Oktober, 20.15 Uhr

(Foto: Filmplakat)

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Kategorien: Film, Musik, Tagestipps

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