Cosma Jo Gagelmann
2. Oktober 2019

Alles wandelt sich

Die Ausstellung „Hanno(ver)wandelt“ im Historischen Museum zeigt, wie sich die Landeshauptstadt Niedersachsens im Laufe der Zeit entwickelt hat

Vom Ende des zweiten Weltkriegs bis heute: In und um Hannover hat sich viel verändert

Heutzutage hat man das Gefühl, dass sich die Welt immer schneller dreht. Alles verändert sich, alles wird neu gemacht, besser gemacht, anders gemacht. Hauptsache, es unterscheidet sich von früher. Viele Menschen sind durch diesen ständigen, schnellen Wandel verunsichert, gehetzt und fühlen sich enorm unter Druck gesetzt, immer das neuste Handy, die neusten Schuhe und das neuste Auto haben zu müssen. Doch wenn man die Nachrichten sieht und erfährt, dass in Afrika immer noch viele Menschen hungern, in Syrien täglich Menschen umkommen und im Mittelmeer geflüchtete Menschen ertrinken, dann fragt man sich: Warum ändert sich nichts? Warum ändert sich nichts schneller zum Positiven? Wie man den Wandel verschiedener Dinge wahrnimmt, ist also sehr unterschiedlich. Jedoch haben die meisten Menschen eine Sache gemeinsam: Wenn man innehält und dann über eine lange Zeit zurück in die Vergangenheit blickt, stellt man fest, dass sich doch sehr viel gewandelt hat. Ob ins Positive oder Negative, das kann jeder selbst beurteilen.

Die Ausstellung „Hanno(ver)wandelt“ zeigt im Historischen Museum den Wandel, den Hannover vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute durchlebt hat. Aus dem Bildarchiv des Museums, welches 2,3 Millionen Bilder umfasst, wurden die Fotografien ausgewählt, an denen man diesen Wandel besonders gut erkennen kann. Viele Fotografien werden zum allerersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. In vier chronologischen Kapiteln wird die Ausstellung in die Themenbereiche „Kultur und Sport“, „Bauen und Mobilität“, „Politik und Ökologie“ sowie „Technik und Wirtschaft“ unterteilt.

Außerdem hat jeder die Möglichkeit, selber bei der Ausstellung mitzumachen. Wer Fotos von wichtigen Ereignissen in Hannover besitzt – wobei hier selber definiert werden darf, was als wichtig empfunden wird – kann diese dem Museum in einer E-Mail zuschicken. Die ausgewählten Fotos werden dann in einem eigenen Bereich der Ausstellung gezeigt. Falls Ihr etwas einschickt, könnt Ihr also eventuell Euer eigenes Foto im Museum betrachten. Aber auch ohne eigenes Bild bietet „Hanno(ver)wandelt“ eine sehr gute Möglichkeit, in die Geschichte Hannovers einzutauchen, die Vergangenheit nochmal aufleben zu lassen und sich an schöne oder interessante Momente aus den letzten Jahrzehnten zu erinnern.

Mittwoch, 2. Oktober 2019:
„Hanno(ver)wandelt“, Historisches Museum, Pferdestraße 6, 30159 Hannover, geöffnet: 11-18 Uhr, Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 4 Euro

  • Die Ausstellung ist noch bis zum 19. April 2020 zu sehen
  • Öffnungszeiten: Di 11-20 Uhr, Mi bis So 11-18 Uhr
  • Freitags freier Eintritt

E-Mail-Adresse für einzuschickende Fotos: bildarchiv.hmh@hannover-stadt.de

(Foto: Pressefoto/Christoph Dirkes, 4cSONS mediendesign)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Kunst, Lokales, Tagestipps

2 Kommentare

  1. Isi sagt:

    Wie immer: toll geschrieben! Klasse Schreibstil 👌🏻

  2. Hugo Betrugo sagt:

    Schöner Beitrag 😊

Kommentiere diesen Artikel