Jörg Smotlacha
1. Oktober 2019

Die unheimliche Kraft der Musik

Mehr als nur ein Geheimtipp: die österreichische Band Thirsty Eyes im Café Glocksee

Thirsty Eyes

Sechziger als die Sechziger: Thirsty Eyes

Was für eine Band! Ein paar Jahre sind ja schon vergangen, seit sich die Thirsty Eyes gegründet haben. Doch erst seit 2017 sorgen die Österreicher mit ihren Veröffentlichungen so richtig für Furore und beweisen, das es eine zukunftsträchtige musikalische Ebene jenseits von Pop, HipHop und Electro gibt. Nämlich eine buchstäblich wahnsinnige Welt, die Punk, Country und Surf-Rock getankt hat und doch alles erlaubt, was irgendwie möglich ist. Und, dass diese Musik auch in zweitausend Jahren noch unglaublich zeitlos ist. Oder jedenfalls total unnachahmlich. Wie auch immer.

Und wenn Sänger Samuel Ebner dann berichtet, dass die Band aus Österreich ganz bald nach der Gründung zunächst einmal nach Berlin ins legendäre Rauchhaus gezogen ist, „in dem in den 80ern schon Rio Reiser, Nick Cave und alle anderen, die damals in Berlin ihr Unwesen getrieben haben, spielten“, dann ist auch schon viel über die Einflüsse gesagt.

Die bisher veröffentlichten Videos zu den Songs „Touch The Weather“, „Slothchild“ und „838“ zeigen jedenfalls alles, was die Band offenbar ausmacht: Sie sind laut, sie sind swampy, sie sind viel Sechziger als die Sechziger und sie sind ein so unfassbar schauspielartiges Phänomen, dass hier eines ganz klar wird: Das alles ist wahnwitzig und macht sehr, sehr viel Spaß. Heute Abend spielen die Thirsty Eyes im Café Glocksee. Wie immer beim Ruby Tuesday ist der Eintritt frei.

Dienstag, 1. Oktober 2019:
Thirsty Eyes, Ruby Tuesday, Café Glocksee, Glockseestr. 35, 30169 Hannover, Beginn: 21 Uhr, Eintritt frei

(Foto: Pressefoto/Café Glocksee)

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Kategorien: Musik, Tagestipps

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