Jörg Smotlacha
4. Oktober 2019

Teufelszeug

Ein Revival des Synthie-Pop: Drab Majesty im Béi Chéz Heinz

Drab Majesty

Sphärisch und düster: Drab Majesty

Wahnsinn! Synthie-Pop erlebt ein Revival. Doch so richtig erstaunlich ist das gar nicht, denn nach all den 90er- und 80er-Partys gilt die ganze Rückbesinnung nun offensichtlich nicht nur den Dekaden, sondern auch den Instrumenten. Und da fällt der Sysnthesizer extrem auf. Und doch ist es noch nicht lange her, dass alles anders war, denn im letzten Jahrhundert war dieses Instrument unter den Rockern und Punks und unter den Musikerinnen und Musikern natürlich irgendwann total verpönt, weil eben gar kein richtiges Instrument, sondern elektronisch. Teufelszeug also!

Ein paar Jahre später mag man die Welt natürlich mit anderen Augen sehen. Techno und Elektro sind längst etabliert – und die Möglichkeit, Sounds per Computer zu erzeugen, ist in allen Genres etabliert. Analog ist ohnehin höchstens die Akusik-Gitarre. Wenn überhaupt. Und umso schöner ist es nun, daran erinnert zu werden, dass auch Synthesizer auch schon einst eine tragende Rolle spielten, zum Beispiel bei Depeche Mode oder Joy Division.

Eine Band, die daran hart arbeitet, dass dieses Konzept auch in der Gegenwart trägt, ist Drab Majesty aus Amerika. Das Duo besteht aus Deb Demure und Mona D. Pulsierende Bässe wechseln sich mit düsteren Keyboards und Synths ab. Über den Sound erklingen sphärische Stimmen. Für einen angemessenen Support sorgen SRSQ.

Freitag, 4. Oktober 2019:
Drab Majesty, Support: SRSQ, Béi Chéz Heinz, Liepmannstraße 7, 30453 Hannover, Beginn: 20 Uhr, Eintritt: ca. 20 Euro

(Foto: Pressefoto/Béi Chéz Heinz)

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Kategorien: Musik, Tagestipps

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