Lena Stiewe
24. Dezember 2019

Bald geschafft?

Hat das Jahr nun Dich geschafft oder umgekehrt? Ein Weihnachtstext

Eine Kerze für all die Nerven, die wir in diesem Jahr verloren haben

Das war es nun also bald, ein Jahr mit ziemlich vielen Diskussionen und Debatten neigt sich dem Ende entgegen. Die Jahresrückblicke flirren schon über die Sender, gleich schließen die Geschäfte, und dann ist für die meisten Ruhe verordnet, ob gewollt oder nicht.

In vielerlei Hinsicht hat unser geliebtes Hannover aber doch eher gegen den Trend gelebt im bald vergangenen Jahr: Mehr Grünflächen hat weiterhin keine Stadt und nun haben wir auch noch einen grünen Oberbürgermeister. Und obendrein bleiben wir im Rennen um die europäische Kulturhaupstadt 2025 – yay! Das klingt entspannt.

Entspannter Blick in die Zukunft?

Die Beschäftigungslage ist bei uns natürlich auch super, und weil wir uns die nächsten Tage besinnen möchten, ignorieren wir noch für ein Weilchen, dass die wertschöpfungsstärksten Branchen in der Region fast alles Versicherungsunternehmen sind, bei denen in den nächsten Jahren eine so noch nicht dagewesene Arbeitslosen-Welle droht. Die anderen Leitbranchen sind die Automobil- und die Energie-Wirtschaft, und da müssen wir uns ja auch wenig Sorgen machen, oder?

Aber wir wollen ja positiv auf das nächste Jahr schauen. „Zwanzich-Zwanzich“ – das klingt wie ein Niesanfall. Das „Jahr der Metall-Ratte“ klingt da fast schon besser und verspricht einiges. Popkulturell wurde uns für 2020 die „Herrschaft des Feuers“ angekündigt, zum Beispiel. Naja, mit der Klimakrise sind wir zumindest nahe dran. Da ist die besinnliche Pause-Taste ab heute doch genau richtig, um nochmal abzukühlen. Und sich zu fragen, wie man eigentlich sein will, im nächsten Jahr. Was man beitragen möchte.

Resilienz und Achtsamkeit

Ein kollektiver, guter Vorsatz könnte sein, öfter mal die Nerven zu bewahren und andere auszuhalten. Resilienz und Achtsamkeit sind ohnehin stark im Kommen gerade. Und sind, mal ganz ohne Augenzwinkerei, kluge Ratgeber: Um sich und andere Menschen anzunehmen, um in Diskussionen einen klugen Kopf zu behalten, um  Meinungsverschiedenheiten auszuhalten, zum Beispiel an der weihnachtlichen Familien-Tafel.

Um gegensätzliche Positionen nicht völlig an die eigenen Nerven gehen zu lassen, sondern um das Zusammenleben noch in aushaltbare Bahnen zu lenken. Also haltet einen Marie-Kondo-Moment inne, um Euch bei den Nerven zu bedanken, die Ihr in 2019 hinter Euch gelassen habt und geht tief ein- und ausatmend in das neue Jahr.

Egal ob Du Dich zu Freunden gesellst, zur Familie oder zur Couch samt gutem Essen und Abendunterhaltung – halt zwischendurch noch einmal an. Lass Revue passieren und werd Dir klar, wie es ab nächster Woche für Dich und Dein Umfeld weitergehen darf – und was Du dazu beitragen möchtest. God Jul!

(Foto: pixelquelle.de/2006)

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Kategorien: Politik, Tagestipps

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