- langeleine.de – Das Online-Journal für Hannover - http://www.langeleine.de -

„Toto, ich habe das Gefühl, wir befinden uns nicht mehr in Kansas“

Begleitend zum neuen Biopic „Judy“ zeigt das Kino am Raschplatz jenen Film, mit dem die echte Judy Garland weltberühmt wurde: „Der Zauberer von Oz“

Neben der Ring-Gemeinschaft die wohl bekannteste Pilgertruppe: „Der Zauberer von Oz“, Filmplakat

„Der Zauberer von Oz“ gehört ohne jeden Zweifel zu den Klassikern der Filmgeschichte. Nach über 80 Jahren hat der 1939 produzierte Farbfilm immer noch nichts von seinem Charme eingebüßt und dient der heutigen Popkultur gerne als Referenz. Nach dem Ableben von Margaret Thatcher war „Ding Dong The Witch Is Dead“ schließlich wieder in aller Munde. Dorothy (gespielt von Judy Garland) ist von zuhause weggelaufen, um ihren kleinen Hund Toto zu beschützen. Durch eine List wird sie jedoch wieder nach Hause geleitet, wo sie ein magischer Wirbelsturm erwartet. Magisch in dem Sinne, als dass er das Haus, in dem sich Dorothy und Toto verstecken, wegwirbelt und ins magische Land namens Oz bringt. Während die Primärwelt von Dorothy und Toto in Schwarz-Weiß gehalten ist, strahlt Oz nur so vor Farbe, Besonders die Smaragdstadt und die Ruby Slippers, die an Dorothys Füßen erscheinen. Aber obgleich Dorothy von Oz liebevoll aufgenommen wird, möchte sie nur schleunigst zurück nach Kansas. Denn eines hat sie auch in der magischen Welt schnell begriffen: „Am schönsten ist es zu Hause“. Hilfe kann sie jedoch nur vom Zauberer von Oz bekommen, der in besagter Smaragdstadt verweilt. Auf dem Weg trifft sie noch tatkräftige Pilger-Unterstützer in Form einer Vogelscheuche, eines Zinnmanns und eines mutlosen Löwen.

Der amerikanische Schriftsteller Lyman Frank Baum hat nach „Der Zauberer von Oz“ zwar noch satte dreizehn weitere Romane geschrieben, die im magischen Oz spielen, aber so berühmt und beliebt wie der erste Band von 1900 wurde kein anderer. Die Adaption mit Judy Garland in der Hauptrolle war daher auch nicht die erste, aber sicher die berühmteste, sie machte die damals gerade 17-jährige Schauspielerin zum Weltstar. Auch die Filmhits, wie zum Beispiel „Somewhere Over The Rainbow“, gesungen von Garland, zählen zu den ganz großen Evergreens. Mit „Judy“ ist nun ein neuer Biopic in die deutschen Kinos gekommen. Ein Biopic, der vor allem die Schattenseiten der Karriere Garlands beleuchtet und vornehmlich auf ihr Alkohol- und Tabletten-Problem eingeht. Gespielt wird sie dabei von „Bridget Jones“-Star Renée Zellweger. Wer sich aber lieber von der Original-Judy verzaubern lassen möchte, kann sich als Begleitfilm derzeit „Der Zauberer von Oz“ im Kino am Raschplatz ansehen. Ein Glücksfall, denn so einen Klassiker bekommt man auf der großen Leinwand wahrlich selten zu sehen.

Sonntag, 12. Januar 2020:
„Der Zauberer von Oz“, Musical-Film von Victor Fleming, USA 1939, 98 min., Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover, Beginn: 14 Uhr, Eintritt: 9 Euro, ermäßigt: 8,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

[1]
Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed [2]!