Cosma Jo Gagelmann
22. Februar 2020

Das Glück kann man doch sehen…

Das Dokumentarfilm-Festival „Utopianale“ findet bereits zum siebten Mal statt. In diesem Jahr dreht sich im Freizeitheim Linden alles um das Thema Glück

Hannovers Reise zum Glück

Die Sonne scheint vom Himmel: „Weil es ein Morgen gibt“ ist das Motto der Utopianale

Glück. Wer braucht es nicht? In dieser hektischen Welt, in der wir alle immer besser, schneller, fleißiger, schlanker, schöner und netter sein sollen. Perfektionismus ist ein großes Problem. Denn was bringt das Streben nach diesem Ideal? Nur dass wir uns nicht gut genug fühlen, Freunde und Familie vernachlässigen und uns selber nur etwas vormachen. Wir fangen an, an uns selbst zu zweifeln, auch durch andere Meinungen. Doch das Glück begegnet uns eigentlich überall, ob es die nette Arbeitskollegin, das leckere letzte Stück Kuchen beim Bäcker oder das Wiedersehen mit einem Freund ist. Deswegen sollten wir uns auf uns selbst, unsere Bedürfnisse und das was uns sonst noch gut tut, konzentrieren. Wir sollten uns wieder Zeit nehmen, für Dinge, die uns glücklich machen und einfach das Leben genießen.

Das Thema Glück bestimmt dieses Jahr auch das Dokumentarfilm-Festival Utopianale. In den Jahren zuvor gab es schon die Themen Ernährung, Arbeit, Bewegung, Lernen und zuletzt Wohnen. Die Utopianale wurde im Jahr 2013 vom Wissenschaftsladen Hannover ins Leben gerufen. Ein ehrenamtliches Team organisiert und gestaltet das Event. Viel Liebe steckt in den einzelnen Programmpunkten, die monatelang geplant wurden. Das Freizeitheim Linden ist seit der dritten Utopianale der offene Austragungsort.

Ein ganzes Wochenende wird mit sechs Filmen, diversen Workshops, Podiumsgesprächen und vielen Mitmach-Aktionen gefüllt. Am Samstag werden die Filme „Climate Warriors“, „Das stille Leuchten“ und „Embrace – Du bist schön“ gezeigt. Es gibt eine Schnippel-Aktion mit dem Hof Luna, der das Prinzip der nachhaltigen Landwirtschaft verwirklicht. Nach dem ersten Film gibt es ein Podiumsgespräch, bei dem Exctinction Rebellion, Students for Future, Earth Guardians sowie der ehemalige niedersäschische Umweltminister Stefan Wenzel dabei sind. Im Anschluss daran wird das zuvor gemeinsam zubereitete Essen verzehrt. Danach finden acht Workshops statt, die viel Vielfalt, Ideen-Reichtum und Spaß beinhalten. Der zweite Film findet seinen Abschluss beim Mantren-Singen, bevor es eine Brotpause gibt. Für den gemeinschaftlichen Ausklang sorgt ein Lagerfeuer, das nach dem dritten und somit letzten Film des Tages angezündet wird.

Der Sonntag ist gefüllt mit der Vorführung der Filme „Trees of Protest“, „Unsere große kleine Farm“ und „The Artist and the Pervert“. Zunächst startet der Tag mit einem Mitbring-Frühstück, bei dem jeder seine Aufstriche oder Lieblings-Lebensmittel mitnehmen kann. Der Rest, wie beispielsweise Brot, Kaffee, Tee und Milch in allen Sorten sowie Zucker ist bereits vorhanden. Der erste Film ist übrigens auch eine Niedersachsen-Premiere. Danach wird Regisseur Nick Schader bei dem darauffolgenden Podium dabei sein. Wie an Sonntagen so üblich, gibt es dann auch wieder eine Kaffee- und Kuchen-Pause. Im Anschluss starten die nächsten acht Workshops. Der vorletzte Film beginnt dann abermals nach einer Brotpause. Vor dem letzten Film ist es dann aber auch endlich an der Zeit, die Utopianale zu feiern. Das umfangreiche Festival bietet eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen, neue Leute kennenzulernen und sich über viele Themen, von Umweltschutz bis Mobilität, auszutauschen. Ganz nach dem Motto: „Weil es ein Morgen gibt!“

Samstag, 22. Februar (und Sonntag 23. Februar) 2020:
„Hannovers Reise zum Glück“, Dokumentarfilm-Festival Utopianale, Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4, 30451 Hannover, Beginn: 10 Uhr (Sonntag 11 Uhr), Eintritt: 14 Euro Tagesticket, 7 Euro ermäßigtes Tagesticket, 9 Euro Schnupperticket (für die letzten zwei Filme), 25 Euro Festivalpass (für Samstag und Sonntag)

(Foto: Pressefoto/www.utopianale.de)

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Kategorien: Film, Lokalitäten, Tagestipps

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