Cosma Jo Gagelmann
26. Februar 2020

Der spektakuläre Kreislauf der Natur auf unserem Planeten

Die Ausstellung „Naturdinge – Formen zwischen Kunst und Wissen“ von Künstlerin Marlene Bart zeigt im Feinkunst e.V., wie man aus leblosen Körpern Kunst macht

Naturdinge Marlene Bart

Marlene Bart: „Psychographics“, ein Werk aus Epoxidharz und Wespen

„Sobald die Naturdinge vom Menschen erfasst werden, bewegen sie sich grenzüberschreitend in der Trennzone zwischen Naturgebilde und Kunstwerk.“ (Horst Bredekamp)

Die Natur. Sie ist die gewaltigste Kraft unseres Planeten, älter als alles andere auf dieser Erde und lässt sich auch durch Menschenhand nicht aufhalten. Ein ewiger Kreislauf beschreibt die Natur am besten. Erst entstand die Erde mit den ersten Lebewesen, den ersten Pflanzen und dem erstem Klima. Doch als dann die Dinosaurier die Erde bevölkerten, beschloss Mutter Natur, dem ein Ende zu setzen und ließ sie aussterben. Danach konnten sich so langsam die Menschen entwickeln. Doch so komisch es sich anhört, dass die Natur Leben erschafft und dann zerstört, festzuhalten bleibt: Die Natur ist das Schönste, was es gibt.

Im Jahr 2019 hat das Sprengel Museum Hannover zusammen mit dem Verein Feinkunst Hannover ein Kooperations-Projekt ins Leben gerufen. Bei Feinkunst e.V. wird nun einmal im Jahr eine Ausstellung vom Sprengel Museum kuratiert. Momentan kann man dort die Ausstellung „Naturdinge – Formen zwischen Kunst und Wissen“ betrachten, die Werke von Marlene Bart zeigt. Bart lebt in Hannover und Berlin und ist sowohl als Enzyklopädistin als auch als Künstlerin aktiv. Außerdem erforscht sie Objektivität und Imagination von Ordnungselementen.

Marlene Barts Ausstellung beinhaltet vier Kapitel, die eine große Frage beantworten sollen: Wieviel Kunst und Geschichte können wir der Natur entnehmen? Was verbirgt sie für Hintergründe oder für Schönheit? Vor allem der Umgang mit Kadavern und der Technik, tote Dinge möglichst lange zu konservieren, ist Barts Ding. Sie bedient sich dabei ausschließlich der Natur, von totgefahrenen Tieren bis zur konservierten Bärchen-Wurst ist alles dabei. Auch vor der Präparation von leblosen Körpern scheut sie nicht zurück. Außerdem zeigt sie uns, dass diese Dinge nicht zwingend eklig sind, sondern vielmehr der natürliche Prozess der Natur, sich wieder zurückzuholen, was aus ihr entstanden ist. Ungefähr 30 Kunstwerke werden in der Ausstellung „Naturdinge“ präsentiert.

Mittwoch, 26. Februar 2020:
„Naturdinge – Formen zwischen Kunst und Wissen“, Ausstellung von Marlene Bart, Feinkunst e.V., Roscherstraße 5, 30161 Hannover, geöffnet von 14 bis 17 Uhr, Eintritt frei

  • Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. April 2020
  • Öffnungszeiten: Dienstags 14-20 Uhr, Mittwochs 14-17 Uhr, Freitags 14-18 Uhr, jeden ersten Samstag im Monat 15-17 Uhr
  • Der Eintritt ist frei

(Foto: Pressefoto/feinkunst e.V./Privatbesitz Jospeh Seidl/© Marlene Bart)

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Kategorien: Kunst, Tagestipps

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