Roman Kansy
31. Januar 2020

Die etwas andere Neujahrsfeier

Das Béi Chéz Heinz feiert die allererste Edition des „Hannover Punkrockfest“

Kommen aus Bayern und sind trotzdem ganz nett: Marathonmann

Donald Trump ist zwar immer noch US-Präsident, aber so langsam hat man sich an diese Umstände gewöhnt. Und man hat sich auch daran gewöhnt, dass wir ein neues Jahr haben und daran, 2020 zu schreiben. Das Béi Chéz Heinz zeigt sich trotz seiner ungewissen eigenen Zukunft aber optimistisch und ruft die erste Edition des just angekündigten „Hannover Punkrockfest“ aus. Quasi die etwas andere Neujahrsfeier. Man darf auf zahlreiche Fortsetzungen in den folgenden Jahren hoffen. Die Premiere des jungen Festivals verspricht jedenfalls eine gute zu werden. Ganze vier Bands aus Hannover, der Region und gar aus fernen BUndesländern wie Bayern haben die Veranstalter ins Boot geholt und jede einzelne Combo verspricht, ordentlich reinzuhauen.

Den Anfang machen die Münchener Musiker von Marathonmann. Vielleicht noch nicht ganz so berühmt, dafür für ihre Live-Shows aber umso berüchtigter. Drei Alben ist die Band mittlerweile alt und besticht in jedem einzelnen durch ihren musikalischen Pionier-Geist und ihre Treue zum Post-Hardcore. Einige Erfahrungen konnte die Kapelle auf den Bühnen der Welt bereits sammeln. So spielten Marathonmann nicht nur in kleinen Clubs, sondern auch auf großen Support-Shows und internationalen Festivals. Den zweiten Platz belegen heute Abend Dysfunktion. Die Hannoveraner sind für ihren lockeren Deutsch-Rock bekannt, der neben seinen fetzenden Riffs auch mal in humorvolle Pop-Punk-Gefilde abtaucht. Ernst können sie aber auch: Mit mehr oder weniger subtil-ironischen Tönen üben sie Kritik an unserer unperfekten Gesellschaft.

Nummer drei ist die Hildesheim-Hannover-Connection von One Strike Left. Die Band ist irgendwo zwischen Punkrock und Hardcore verortet und macht nun wirkliche keine Gefangenen. Klischees und standardisierter Szene-Brei sind hier fehl am Platz. Völlig klischeebefreit scheppert und dröhnt es an allen Ecken und Enden. Das wird gut. Blaufuchs wiederum sind zu 100 Prozent Bewohner der kleinsten Großstadt des Landes und verarbeiten in ihren packenden Punkrock-Songs Erfahrungen aus dem Berliner Großstadtleben. Ihr Debüt-Album erschien 2018 in Eigenregie und wurde von dem Quartett in Hildesheim eingespielt. Auf dass, das erste Hannover Punkrockfest ein voller Erfolg wird!

Freitag, 31. Januar 2020:
Hannover Punkrockfest Vol. 1, Béi Chéz Heinz, Liepmannstraße 7b, 30453 Hannover, Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 25 Euro

(Foto: Swewiki/Wikipedia, Copyright: CC BY-4.0)

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Kategorien: Lokalitäten, Musik, Tagestipps

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