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Die Arminia hat doch ’nen Vogl…

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Auswärtsspiel beim DSC Arminia Bielefeld

SchücoArena

Zu Gast beim Tabellenführer: Hannover 96 muss in der SchücoArena bestehen

So ein bisschen schlotterten uns Fans ja schon die Knie nach dem 2:2 am 1. Februar gegen Wehen Wiesbaden. Denn das Team von Hannover 96 schaffte es nicht, einen Aufsteiger im eigenen Stadion in seine Schranken zu weisen. Die ersten düsteren Prophezeiungen orakelten den Ein-Punkt-Frust-Februar herbei, denn schließlich standen mit Greuther Fürth, dem Hamburger SV und Arminia Bielefeld drei Top-Teams als nächste Gegner an. Doch Hannover präsentierte sich nach dem Remis gegen Wiesbaden nicht gefrustet, kämpfte in Unterzahl die an vierter Stelle stehenden Fürther nieder und drängte eine Woche später den HSV bis zur letzten Sekunde an den Rande einer Niederlage. Somit stehen bereits fünf Punkte auf dem 96-Februar-Konto. Die letzten Auftritte machen also Mut für das morgige Duell mit dem Tabellenführer aus Bielefeld.

Das Maß der Dinge in Liga zwei

Arminia Bielefeld spielt eine überragende Saison. Die Ostwestfalen sind aktuell in allen Belangen das Maß aller Dinge in der Zweiten Bundesliga: die meisten Tore erzielt, die wenigsten kassiert – dementsprechend thront die Arminia auf dem ersten Platz. Dabei hatte Bielefeld einen schweren Verlust zu beklagen. Mit Andreas Voglsammer verletzte sich der neben Kapitän Fabian Klos gesetzte und extrem torgefährliche Stürmer schwer – Mittelfußbruch. Bis zum 20. Spieltag erzielte Voglsammer zehn Buden und legte fünf weitere auf, Sturmkollege Klos knipste in diesem Zeitraum 14 Mal und legte fünf Butzen vor. So unglaublich es klingen mag: Klos und Voglsammer waren zeitweise das beste Sturm-Duo im europäischen Profi-Fußball.

Auf dem Weg in die Bundesliga

Doch wer nun glaubte, die Arminia könnte durch Voglsammers Ausfall in offensive Engpässe geraten, der irrte. Denn in den beiden folgenden Partien erzielten die Bielefelder zehn Tore. Beim 6:0-Sieg über Jahn Regensburg steuerte Voglsammers Ersatzmann Cebio Soukou einen sehenswerten Treffer bei und eine Woche später beim 4:2-Sieg in Fürth zeigte er sich mit einer Vorlage und einem Treffer ebenfalls in Spiellaune. Trainer Uwe Neuhaus hat also für alles perfekt passende Puzzle-Teile gefunden und sein Team ballert sich einfach weiter in Richtung Bundesliga-Aufstieg.

Überraschung auf der Alm?

Beim Blick auf die Tabelle spricht also eigentlich einmal mehr recht wenig für einen Sieg von Hannover 96. Ein etwas genauerer Blick auf das Zustandekommen der Bielefelder Tabellenführung offenbart jedoch, dass die Ostwestfalen wahre Monster auf des Gegners Platz sind (27 Punkte aus zwölf Partien), aber daheim öfters remis spielten als gewonnen zu haben (17 Punkte aus zehn Spielen, darunter vier Siege bei fünf Remis). Nicht falsch verstehen, Bielefeld hat, ebenso wie auswärts, im heimischen Stadion nur ein einziges Spiel verloren – und zwar gegen den VfB Stuttgart. Doch wenn man diese brutal gut aufgelegte Truppe schlagen will, dann scheinen die Chancen auf der Bielefelder Alm doch ein bisschen besser zu stehen als in der eigenen Hütte. Ein gutes Beispiel für diese steile These könnte Hannover 96 liefern, schließlich ging das Heimspiel in der Hinrunde durch die Tore von Voglsammer und Klos mit 0:2 verloren. Und um meine These zu stützen, tippe ich auf einen 2:1-Auswärtserfolg von Hannover 96.

Sonntag, 23. Februar 2020, 13.30 Uhr:
Arminia Bielefeld – Hannover 96

(Foto: Andy1982/Wikipedia, Copyright: CC BY-SA 3.0 [1])

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