Jörg Smotlacha
11. März 2020

Bohren bore!

Horror-Jazz from Outer Space: Bohren & Der Club Of Gore im Café Glocksee

Bohren  & Der Club Of Gore

An der Grenze des Stillstands: Bohren & Der Club Of Gore

Einst als Heavy Metal- und Hardcore-Band angetreten, verstören Bohren & Der Club Of Gore ihre Zuhörerinnen und Zuhörer immer wieder mit voller Absicht. Auf ihrem achten Studio-Album „Patchouli Blue“ drehen die Musiker aus Mülheim aber mal wieder am ganz großen Rad. Für ihren seltsamen Mix aus Jazz, Doom Metal und Ambient waren sie ja sowieso schon bekannt, aber jetzt sowas? Echt? Ist das nicht esoterisch?

Stücke wie „Tief gesunken“ oder „Vergessen und vorbei“ betören durch ein unglaublich melancholisches Saxophon und durch eine tiefe Düsternis, die umso dunkler daherkommt, als dass das Ausbleiben des Gesanges natürlich erst recht ein übriges tut. Die Genre-Bezeichnung „Horror-Jazz“ ist auf jeden Fall bestimmt nicht falsch – und wer einen Soundtrack zu einem John Carpenter- oder David Lynch-Film hören möchte, kann genausogut auf Bohren & Der Club Of Gohre zurückgreifen, denn wenn jemals jemand Musik an die Grenze des Stillstands geführt hat, dann sind es die Mülheimer. Oder wie sie selbst in einer schönen Manowar-Reminiszenz sagten: „Other bands play, Bohren bore!“ Fünf Jahre ist es her, dass die Band mit den „Piano Nights“ ihre letzte Platte veröffentlicht hat. Heute sind Bohren & Der Club Of Gore im Café Glocksee zu sehen.

Mittwoch, 11. März 2020:
Bohren & Der Club Of Gore, Support: Tom Smith, Café Glocksee, Glockseestr. 35, 30169 Hannover, Beginn: 21 Uhr, Eintritt: 30 Euro

(Foto: Pressefoto/Café Glocksee)

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Kategorien: Musik, Tagestipps

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