Susanne Viktoria Haupt
23. März 2020

Sei Dein eigener Clan!

Das Gesellschaftsspiel „Isle of Skye“ schickt Euch auf eine imaginäre Reise nach Schottland

Isle Of Skye

Manchmal geht es um die Anzahl der Schafe: „Isle of Skye“ von Lookout Games

Ende Januar, lange, bevor wir alle von der Corona-Krise komplett erfasst wurden, war ich in Schottland. Es war mein erster Besuch dort und es dauerte keine fünf Minuten und ich war völlig hingerissen. Die Menschen waren unglaublich freundlich, die Pizza hatte noch einen Käse-Rand, die Brownies beinhalteten sogar kandierte Früchte und von der Landschaft will ich erst gar nicht anfangen. In Gedanken bin ich immer noch in Schottland. Vor ein paar Jahren haben wir uns zum Glück eine Schottland-Reise fürs Wohnzimmer gekauft. Nämlich in Form des Brettspiels „Isle of Skye“. Mittlerweile bin ich nicht nur ein großer Fan davon, sondern auch meine beste Freundin und ihre Mutter, der sie das Spiel vor einiger Zeit zu Weihnachten geschenkt hat. Das Spiel aus dem Hause „Lookout Games“ besticht vor allem durch drei Faktoren: Die Regeln sind simpel, es dauert nicht allzu lange und bietet dennoch viel Unterhaltung.

Im Zentrum stehen Du und Deine bis zu vier weiteren Mitspieler*innen. Jeder sucht sich einen Clan aus. Ihr könnt dabei wählen zwischen MacNeacail, MacInnes, MacLeod, McKinnon oder MacDonald. Die MacKinnons und MacLeods gehörten übrigens genau wie die MacDonalds tatsächlich zu den führenden Clans auf der schottischen Halbinsel. Mit der Auswahl geht es dann schon los, denn nun müsst Ihr Euer eigenes Territorium bauen. Ob Ihr dabei vor allem auf Schafe und Rinder setzt, oder aber große Seenplatten bauen wollt, bleibt Euch überlassen. Auch herrliche Gebirgsketten, die den Highlands ähneln sind dabei. Allerdings müsst Ihr dennoch strategisch handeln. Zu Beginn bekommt Ihr ein überschaubares Budget zugeteilt, mit dem ihr Gebiets-Puzzle-Stücke kaufen könnt. Pro Runde gibt es Punkte für gewisse Ziele, die erreicht werden können. Zum Beispiel könnte in Runde 1 die Anzahl Eurer Schafe von Belang sein. Wer die meisten Schafe hat, darf fünf Felder vorrücken. Wer die wenigsten Schafe hat, bleibt stehen. Spätestens ab der zweiten Runde beginnt daher ein wildes und unterhaltsames Pokern um die besten Gebiets-Stücke. Da „Isle of Skye“ sich sehr schnell großer Beliebtheit erfreuen konnte, gibt es mittlerweile auch schon zwei Erweiterungen. „Isle of Skye – Wanderer“ und „Isle of Skye – Druiden“ können nur mit dem Basis-Spiel gespielt werden, lohnen sich in der Anschaffung aber allemal. Da spreche ich ebenfalls aus eigener Erfahrung. Und so könnt Ihr ganz gemütlich eine imaginäre Reise auf die schottische Halbinsel Isle of Skye unternehmen.

Montag, 23. März 2020:
„Isle of Skye“, Gesellschaftsspiel von Alexander Pfister und Andreas Pelikan, Lookout Games, ab 8 Jahren, 2-5 Spieler, 24,99 Euro, im Online-Versand erhältlich

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Kategorien: Tagestipps

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