Cosma Jo Gagelmann
5. April 2020

Powerfrauen kann kein Virus aufhalten!

Das Theater am Küchengarten hat eine Reihe von Live-Streams names „sonnTAK“ ins Leben gerufen. Heute ist Ninia LaGrande zu Gast

Ninia LaGrande bei sonnTAK

Bewahrt sich ein bisschen Routine: Ninia LaGrande

Es gibt niemanden auf unserem Planten Erde, der nicht vom Corona-Virus betroffen ist. Die Länder gehen alle unterschiedliche Wege, um ihre Bürger*innen zu schützen. Wenige Leute halten nun unser System am Laufen. Wir können alle nichts für diese Situation, umso wichtiger ist es aber, Abstand zu  halten, keine Sozialkontakte zu haben und viel Hände zu waschen. So sieht der Alltag aus. Deswegen kann man im Moment auch nicht mehr tun, als von zu Hause aus zu arbeiten – wenn dies überhaupt möglich ist. Und wenn es möglich ist, ist es nicht gerade leicht, wenn man noch ein Kind oder gleich mehrere zu Hause hat, denen auch mal langweilig ist, da sie ihre Freund*innen nicht sehen dürfen. Man sitzt plötzlich den ganzen Tag mit der Familie zusammen und da können schon mal Streitereien entstehen. Andrerseits merkt man dann, was man eigentlich hat: zum Beispiel eine liebevolle Familie und die Personen, die man von ganzen Herzen liebt und für die man alles tun würde.

Für Bühnen-Künstler*innen ist die Corona-Krise fatal. Wenn man auf einer Bühne steht, dann sitzen überall Leute zusammen und haben hoffentlich Spaß. Veranstaltungen gibt es aber momentan gar nicht. Auch Ninia LaGrande ist als Poetry Slammerin sowie Moderatorin davon betroffen. Ihre ganze Planung für die nächsten Wochen wurde auf den Kopf gestellt, da alles, worauf sie sich gefreut hatte, plötzlich ausfiel. Auch sie arbeitet nun von zu Hause aus. Nebenbei verbringt sie viel Zeit mit ihrem dreijährigen Sohn, spielt mit ihm und versucht ihm die Situation so schön wie möglich zu gestalten. Ihr Mann arbeitet ebenfalls zu Hause. Wenn sie sich entspannen will, liest Ninia Bücher und geht mit der Familie spazieren. Ihren Podcast „Die kleine schwarze Chaospraxis“ mit Denise M´Baye nehmen die beiden nun über Skype auf. Schminken tut sie sich jeden Morgen, um sich ein bisschen Routine zu bewahren. Sie guckt auch nicht den ganzen Tag Nachrichten, sondern informiert sich über die wichtigsten Themen des Tages und lässt dann das Corona-Virus auch mal das Corona-Virus sein.

LaGrande selbst bezeichnete das Theater am Küchengarten als ihr „zweites Zuhause“. Wie viele andere Kultureinrichtungen musste es aufgrund der Corona-Krise erst einmal die Türen schließen. Doch was wären wir heutzutage ohne das Internet? Denn das Internet macht es möglich, andere Leute zu sehen und zu hören und dabei zu Hause zu sitzen. Das TAK hat sich also etwas Besonderes einfallen lassen: Jeden Sonntag wird eine Person auf der Bühne sitzen und via Live-Stream eine Show abliefern. Währenddessen kann man es sich daheim gemütlich machen und es herrscht keine Ansteckungsgefahr. Um dem Theater in dieser schlechten Zeit zu helfen, kann man  es mit Spenden unterstützen. Ninia LaGrande geht heute also im Stream auf Sendung, und wenn sich die Siutation wieder normalisiert, kann man sie natürlich auch wieder live sehen. LaGrande ist außerdem der Meinung: Nur weil man zu Hause sitzt, muss man nicht gleich eine neue Sprache erlernen oder ein neues Hobby anfangen. Man darf sich auch mal überfordert mit allem fühlen. Es reicht, wenn man gesund ist und diese Situation gut übersteht.

Sonntag, den 5. April 2020:
Ninia La Grande, sonnTAK-Livestream, Beginn: 18.30 Uhr, 45 Minuten, Spenden erbeten

anschauen:
sonnTAK-Livestream

(Foto: Theater am Küchengarten/Pressefoto)

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Kategorien: Bühne, Tagestipps

Ein Kommentar

  1. Beyza sagt:

    #viruswontstopcreativity

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