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Make it digital!

Die diesjährige Maker Faire in Hannover wurde bereits abgesagt. Nun ziehen die DIY-Köpfe ins Internet und bescheren uns die erste digitale und globale Maker Faire

Die Maker Faire findet zwar nicht in Hannover statt, aber im Netz: Die erste digitale Version beschäftigt sich vor allem mit Projekten rund um die Pandemie

Momentan zieht alles ins Netz, was nicht niet- und nagelfest ist. Das Internet wurde zur Nische für all die Events, die der Pandemie zum Opfer gefallen sind. Zuzüglich des Kontaktverbots kann es daher auch schon mal etwas langweilig werden, das ist klar. Nach dem achten Buch und dem dritten Online-Konzert ist vielleicht etwas die Puste raus. Mehr Inspiration und Produktion, statt immer nur Konsum. Gerade kreative Projekte können derzeit die entstandene Freizeit wohlwollend füllen. Wer aber keinen Garten oder Balkon hat, denkt sich vielleicht viel zu schnell, dass daheim nicht allzu viel gehen dürfte. Normalerweise war es daher stets gut, wenn man die Maker Faire im HCC besucht hat. Jedes Jahr im September treffen sich dort zig verschiedene DIY-Künstler*innen, die zeigen, was im Bereich Holz, Elektronik und ähnlichem alles gehen kann. Egal, ob selbstgebaute Roboter, oder aber Hand-Lettering – die Maker Faire ist im normalen Leben eine echte Spielwiese und eine Hommage an das Selbstgemachte.

Normalerweise. Denn auch die Maker Faire 2020 wurde wegen Corona abgesagt. Wer allerdings schon eine der Messen besucht hat, weiß genau, dass hinter der Grundidee wahnsinnig leidenschaftliche Menschen stehen, die für ihre Projekte brennen. Kein Wunder also, dass die Maker Faire einfach ins Netz zieht. Will man doch trotzdem spannende Impulse geben, sich austauschen und die eigenen Projekte vorstellen. Als beispielloses 24-Stunden-Projekt geht die Maker Faire damit heute online und wird sich global nicht nur dem DIY-Sektor widmen, sondern vor allem globalen Problemen, wie beispielsweise eben der Pandemie oder dem Klimawandel. Workshops, Demos und auch die Vernetzung untereinander spielen dabei eine große Rolle. Gemeinsam etwas vorantreiben ist das Ziel. Ein Virus soll dem nicht im Wege stehen. Vorsicht aber, denn viele Beiträge, und auch die Website [1] sind in englischer Sprache gehalten. Wer nur mäßige Englisch-Kenntnisse hat, muss dennoch nicht ohne Impulse davonziehen. Erhältlich ist nämlich weiterhin das Make: Magazin [2].

Samstag, 23. Mai 2020:
Erste virtuelle Maker Faire in englischer Sprache, Beginn: um Mitternacht, Eintritt frei, online auf makeprojects.com [1]

(Foto: Maker Faire/Pressefoto)

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