Marcel Seniw
2. Juni 2020

Englische Wochen ohne Ende

Abseits – Hannover 96 vor dem Spieltag. Morgen: das Heimspiel gegen Dynamo Dresden

Zum Glück im Nachholspiel gegen Dynamo Dresden wieder dabei: der zuletzt gelbgesperrte Waldemar Anton

So langsam aber sicher kommt mir Hannover 96 wie ein internationales Schwergewicht vor. Leider liegt das aber nicht am fußballerischen Können, sondern einfach nur am Spielrhythmus, der aktuell ein wenig dem eines Europa-Cup-Teilnehmers ähnelt. Das war es dann auch schon mit den Parallelen zu den Top-Teams dieses Kontinents, denn soweit ist Hannover noch lange nicht, auch wenn es sich aufmachen wollte, wieder eines der Top-Teams in Liga 2 zu werden.

Viel Rotation

Doch nachdem 1:1 gegen den Karlsruher SC, wo der vierte 96-Sieg in Folge misslang, folgte beim 1:3 in Sandhausen die erste Niederlage nach der Corona-Pause. Die Stabilität, welche Top-Mannschaften auszeichnet, hat das Team von Trainer Kenan Kocak noch nicht gefunden – oder liegt es aktuell vielleicht am Mehraufwand nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs? Kocak ließ in den letzten drei Partien jedenfalls viel rotieren und schonte die Kräfte seiner Schützlinge.

Noch ein Sieg – und die Saison ist gelaufen

Doch ob es nun an der Rotation lag oder nicht: Für Hannover 96 steht die nächste kraftraubende englische Woche auf dem Programm und gegen Dynamo Dresden sollten nun schnell wieder ein Sieg und drei Punkte eingefahren werden. In diesem Fall würde Hannover 96 fünf Spieltage vor Saisonende mit 39 Punkten auf Platz sechs stehen – neun Punkte vor dem KSC auf dem Relegationsplatz. Damit wäre die Saison für die Roten dann wohl gelaufen, da weder nach oben noch nach unten gravierende Schritte zu erwarten wären.

Schwierige Situation für Dynamo

Dynamo Dresden hat aktuell drei Spiele weniger ausgetragen. Mit 24 Punkten nach 26 Spielen stehen die Sachsen auf dem letzten Tabellenplatz, sechs Punkte hinter Karlsruhe auf dem Relegationsplatz und acht Punkte hinter dem 1.FC Nürnberg auf Platz 15. Sollte es Dresden gelingen, alle Nachholspiele zu gewinnen, würde das Team sich aus eigener Kraft aus der Abstiegszone spielen. Die Motivation dürfte groß sein, doch ob das Fleisch auch willig ist, wage ich zu bezweifeln. Denn während sich die Konkurrenz im Training und Wettkampf die nötige Fitness holen konnte, waren die Dynamo-Profis wegen mehrerer Corona-Fälle in 14-tägiger Quarantäne.

Hannover ist stabiler

Ihren persönlichen Re-Start verlor Dynamo Dresden daheim gegen den VfB Stuttgart mit 0:2 – die fehlende Spielpraxis merkte man der Mannschaft an. Mein Tipp lautet daher: Hannover 96 wird sich im Heimspiel gegen Dresden mit 2:0 durchsetzen. Die Rückkehr des gegen Sandhausen gelbgesperrten Waldemar Anton wird sich in der hannoverschen Defensive positiv bemerkbar machen und 96 wieder mehr Stabilität geben als beim 1:3 in Sandhausen.

Mittwoch, 3. Juni 2020, 18.30 Uhr:
Hannover 96 – Dynamo Dresden

(Foto: Pressefoto/Hannover 96)

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Kategorien: Sports

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