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Ein ganz besonderes Wiedersehen

Perfekter Abschluss: Mit „Die schönsten Jahre eines Lebens“ vollendet Claude Lelouch seine Trilogie. Heute ist der Film als Vorpremiere im Kino am Raschplatz zu sehen

Manche Geschichten sind nicht mit einem einzigen Film zu erzählen: „Die schönsten Jahre eines Lebens – Les plus belle années d’une vie“, Filmplakat

Es gibt Filme, die berühren Herzen bereits seit Jahrzehnten. Claude Lelouchs „Ein Mann und eine Frau“ von 1966 gehört allemal dazu – er bescherte der Nouvelle Vague einige der romantischsten Stunden. Nun präsentiert das Kino am Raschplatz den dritten und zugleich letzten Teil von Lelochs Trilogie, so kann man zumindest problemlos mutmaßen, rund um die Liebe von Anne Gauthier (Anouk Aimée) und Jean-Louis Duroc (Jean-Louis Trintignant). An all jene, die die ersten beiden Teile noch nicht gesehen haben, dies aber schleunigst nachholen wollen heißt es nun: Augen zu, hier kommen reichlich Spoiler. Im ersten Teil „Ein Mann und eine Frau“ treffen Anne und Jean-Louis erstmalig aufeinander. Beide sind in ihren Dreißigern und haben sogar Kinder im gleichen Alter, die dasselbe Internat besuchen. Und beide sind bereits verwitwet. Bei einem Eltern-Wochenende auf dem Gelände des Internats lernen sich Anne und Jean-Louis kennen. Sofort funkt es zwischen ihnen, aber Anne erkennt, dass sie noch immer an ihrem verstorbenen Ehemann hängt. Erst am Ende, als Jean-Louis sie noch einmal am Bahnhof aufsucht, kann Anne die Gefühle für einen neuen Mann zulassen. „Ein Mann und eine Frau“ konnte damals nicht nur die Goldene Palme aus Cannes mit nach Hause nehmen, sondern auch den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

In der Fortsetzung „Ein Mann und eine Frau – 20 Jahre später“ versucht Anne, die mittlerweile keinen Kontakt mehr zu Jean-Louis hat, ihre alte Liebschaft wiederzufinden, da sie die zarte Liason zwischen den beiden verfilmen möchte. Während Jean-Louis dem Projekt zunächst skeptisch gegenübersteht, verfällt er im Laufe des Films dann doch wieder Annes Charme. Für den dritten Teil sind nun inzwischen bereits 54 Jahre seit dem ersten Treffen vergangen. Anne und Jean-Louis werden aber glücklicherweise weiterhin von den beiden ursprünglichen Schauspieler*innen Anouk Aimée und Jean-Louis Trintignant verkörpert. Was nun folgt, ist ein Spiel mit möglichen Welten. Anne und Jean-Louis spielen noch einmal all das durch, was war, aber auch vor allem all das, was nicht war, was aber hätte sein können. Eine echte feste Beziehung? Vielleicht sogar eine Ehe? Und jetzt, 54 Jahre später, vielleicht das große Liebesglück, worauf die Fans bereits seit 1966 warten? Das verraten wir Euch an dieser Stelle natürlich nicht. Die Auflösung bekommt Ihr heute exklusiv im Kino am Raschplatz als Vorpremiere. Dazu auch noch auf Französisch mit deutschen Untertiteln. Das wird auf jeden Fall ein ganz besonderes Wiedersehen.

Montag, 27. Januar 2020:
„Die schönsten Jahre eines Lebens – Les plus belle années d’une vie“, Spielfilm von Claude Lelouch, F 2019, 90 min., OmU, Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover, Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 9 Euro, ermäßigt: 8,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

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