Susanne Viktoria Haupt
27. Juni 2020

Fest im Sattel

So kann man einen Samstag im Sommer verbringen: Die Außenschleife Ronnenberg-Gehrden lädt zur Radtour ein

Ein echtes Erlebnis für Zweirad-Freund*innen: Radtouren in der Region Hannover

Die Stadt Hannover ist zwar noch lange nicht die fahrradfreundliche Stadt, die sie sein möchte, dem Zweirad aber auch nicht gänzlich abgeneigt. Als passionierte Radfahrerin weiß ich ganz gut, wie es in manchen Ecken um Radwege und Radfreundlichkeit bestellt ist. Doch auch, wenn Hannover diesbezüglich noch Nachholbedarf hat, glänzt die Stadt und Region mit einladenden Radtouren. Warum also eine solche nicht mal ausprobieren? Unser Tagestipp befasst sich daher für heute mit der Außenschleife Ronnenberg-Gehrden. Bevor ihr Euch auf den Sattel schwingt, erzählen wir Euch aber, wie easy die 22,2 Kilometer lange Strecke ist und worauf Ihr besonders achten solltet. Denn natürlich sind wir extra nur für Euch die Route einmal gefahren und haben etliche Eindrücke gesammelt.

Die Tour beginnt am schönen Benther Berg und wird durch die blauen Markierungen am Wegesrand durchweg gut ausgewiesen. Immer dort, wo Ihr einen blauen Stein oder einen blau gestrichenen Laternenpfahl seht, seid Ihr auf dem richtigen Weg. Was Ihr dringend bedenken müsst: Zum Startpunkt müsst Ihr erst einmal hinkommen. In unserem Falle wurde so aus der 22,2 Kilometer-Strecke schnell eine Strecke von knapp 40 Kilometern. Da wir schon länger fest im Sattel sitzen, war das glücklicherweise weniger ein Problem. Ungeübten empfehlen wir aber, ausreichende Pausen einzulegen, um Beine und Po zu schonen. Ein Großteil der Strecke führt durch die Natur. Vorbei an Weizen-Feldern, die von Mohn-Blumen durchzogen werden, lässt es sich wahrlich herrlich entspannen. Kurze Passagen führen aber auch durch Wohngebiete oder ein kleines Industriegebiet. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, sind diese Abschnitte doch wirklich überschaubar.

Während einer Radtour durch die grüne Region lässt sich die Natur herrlich genießen

Mit einem herkömmlichen City-Bike könnten einige der Strecken-Abschnitte zur deutlichen Herausforderung werden. Das liegt vor allem daran, dass die Strecke durchaus ihre Aufs und Abs hat. Ich für meinen Teil musste einige Abschnitte schieben, da weder mein Rad, noch meine Beine die Steigung schafften. Meist verlaufen die Steigungen aber im Schutze des Waldes, so dass ein kurz eingeschobener Spaziergang eigentlich sehr nett ist. Vorsicht ist geboten, wenn es zwischendurch auf sehr schmale Feldwege geht, die links und rechts mit Brenneseln gesäumt sind. Empfindliche Beine sollten daher auf ein etwas längeres Beinkleid zurückgreifen.

Wer die Strecke aufmerksam fährt, wird schnell merken, dass man sich bei der Gestaltung durchaus Gedanken gemacht hat. Immer wieder lassen sich wunderschöne Bänke am Wegesrand finden, die den Blick auf die sanften Berge und romantische Felder und Wiesen lenken. Hier und da lassen sich Ruhe-Oasen mitten im Schatten finden, die zu einem Picknick einladen. Auf eine ausreichende Verpflegung sollte ohnehin geachtet werden, denn so eine Radtour verlangt doch einiges an Energie. Neben Wasser und Schnittchen empfehlen wir Euch natürlich auch einen Fahrrad-Helm, denn Safety first gilt immer. Also ab aufs Rad und losgeradelt!

Samstag, 27. Juni 2020:
Radtour Ronnenberg-Gehrden, Beginn jederzeit möglich, Eintritt frei

weitere Informationen:
Einen GPX-Track und einen Streckenüberblick findet Ihr auf der Seite hannover.de

(Fotos: Susanne Viktoria Haupt)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Lokalitäten, Sports, Tagestipps

Kommentiere diesen Artikel