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„Schwimme nicht gegen den Strom, sondern steige aus dem Fluss“

Seitenansicht: „Lost Levels“ von Oliver Uschmann und Sylvia Witt

Hui, da ist etwas Neues am Start: „Lost Levels“ von Oliver Uschmann und Sylvia Witt. Zeit für ein Interview!

Die einen kennen sie schon, die anderen leider noch nicht. Die Rede ist von „Hartmut und ich“, dem liebenswerten Freunde-Duo aus dem „Hui“-Universum von Oliver Uschmann und Sylvia Witt. Bereits seit 2005 stemmen sich die beiden Figuren gegen jede Form des Mainstreams und verzaubern mit ihrer chaotischen Wohngemeinschaft zahlreiche Leser*innen. Männer-Romane – oder doch eher etwas für Frauen? Völlig egal, denn „Hartmut und ich“ klopfen auf jede Bauchmuskeln. Nun legen Witt und Uschmann nach. Mit den „Lost Levels“ wird nicht nur die Vorgeschichte von „Hartmut und ich“ endlich an die Öffentlichkeit getragen, sondern auch kurzweiliger Kitt zwischen den ersten beiden Bänden und einzelnen Kapitel eben dieser geschoben. Gewohnt überspitzt, gewohnt lässig und mit dem ein oder anderen Kniff, der uns vor allem tief in das Bewusstsein von Kater Yannick bringt, sind die „Lost Levels“ ein Hingucker für alte und neue „Hui“-Fans. Die Zeit war nicht nur reif für neue Stories rund um „Hartmut und ich“, sondern auch für ein Interview mit „Hui“-Aushängeschild Oliver Uschmann.

langeleine.de: Oliver, wie ist es Dir während der Pandemie bisher ergangen und wie konntest Du die Zeit, die durch abgesagte Veranstaltungen entstanden ist, füllen?

Oliver Uschmann: Für die Menge an Ideen, die hier bei uns in der Hombrede (Anmerkung der Redaktion: Homepage von Uschmann und Witt) herrschen, kann gar nicht genug Zeit da sein. Da füllt sich jeder entstandene Leerraum durch weggefallene Termine schneller als ein Tal bei Dammbruch. Darüber hinaus habe ich mehrere Lehraufträge aus dem Home Office heraus durchgezogen und für diese extra 30 kleine Vorlesungen produziert. Dadurch Blut geleckt, erhöhte sich auch die Schlagzahl an offiziellen YouTube-Videos. HiFi aus dem Wohnzimmerstudio aber auch spontan LoFi mit dem Handy. So startete etwa nun eine mit dem Handy gefilmte Trilogie darüber, wie ich unseren Teich restauriere, komplett drinsitzend, dem Wahnsinn nahe, riesige Wurzelballen entfernend. Danach die Odyssee des Rhein-Kies-Kaufens und Einbringens – und das alles immer allegorisch bezogen auf Text-Arbeit, die viel Ähnlichkeiten mit Teich-Arbeit hat. „Uschmann geht baden“, eine sehr hartmuteske Reihe. Zu guter Letzt betätige ich mich viel als Lektor, Coach und Vermittler für Autorinnen und Autoren, als Hebamme von deren Texten und als Tür-Öffner bei Agenturen und Verlagen. Das wird sogar mehr in der Krise, wahrscheinlich, weil nun alle in Ruhe ihre lange ruhenden Projekte anpacken.

ll: Dein neuester „Hartmut und ich“-Roman, „Lost Levels“, ist am 6. April dieses Jahres erschienen. Viele Autor*innen beklagen sich, dass sie durch die Pandemie ihre neuesten Werke mittels Lesungen nicht richtig bewerben könnten. Spürst Du das bei den „Lost Levels“ auch?

Uschmann: Üblicherweise bin ich eine Rampen-Sau, das stimmt. Das Bühnengesicht der „Hui“-Welt, die Sylvia und ich hier erschaffen. So habe ich die Zeit genutzt und nutze sie noch, um erst einmal auf allen Wegen jeden und jede, der in den 15 Jahren seit dem ersten „Hui“-Roman mit Hartmut zu tun hatte, darauf aufmerksam zu machen, dass der siebte Band nun draußen ist, und das als erster Band auf unserem eigenen Verlag. Also Fans, Stammkunden, aber auch Medien und zahllose Buchhändler, bei denen ich über die Jahre aufgetreten bin: Wir sind ja jetzt auch, was dieses Buch angeht, selber Marketing und Vertrieb. Das bedeutet aber auch: Du hast es in der Hand. Und durch die persönliche Anfrage erreichst Du viele Käufe, weil alle Hartmut noch lieben. Wir standen neulich mal in der Kategorie „Satire“ bei Amazon auf Platz 62 und direkt neben uns tummelten sich Hörbücher von Terry Pratchett und Loriot – der Screenshot allein war ein Fest. Und die Platzierung so hoch, als wäre es ein Titel bei einem größeren Verlag. Aber vor allem diese künstlerische Nachbarschaft in dem Moment… ein Traum.

„Einfach gemütlich zwischen den Stühlen statt auf irgendeinem klar definierbaren drauf“

ll: Wie kam es eigentlich dazu, dass der neue Band nicht mehr beim Fischer Verlag erschien, und was steckt genau hinter der Edition Hombrede?

Uschmann: Die großen Publikums- und Konzern-Verlage werden immer mutloser. Schon vor der Corona-Krise, aber nun erst recht in ihr. Ökonomen kärchern dort gerade durch, reine Kalkulatoren, die genauso gut Gurken, Geländewagen oder Gewehre verkaufen könnten. Derzeit hört man sogar im Flurfunk von einem „Debütantenstopp“. Es sollen nur noch die ganz sicheren Bestseller gemacht werden. Die sechs „Hui“-Romane bei Fischer haben über die Jahre zwar 350.000 Exemplare abgesetzt, aber das ursprüngliche Publikum ist natürlich nun komplett erwachsen und nicht mehr das Männer-WG-Studi-Milieu der Anfänge. Die haben nun andere Lebensthemen. Die Kinder purzeln draußen von der Plastikrutsche, auf dem Tisch der Wohnküche stapeln sich die Rechnungen und die Eltern werden krank. Wenn wir mit dem nächsten „Hui“-Roman wieder in die lineare Erzählzeit zurückkehren und an „Erdenrund“ anschließen, werden aber unsere Romanfiguren ebenfalls in dieser Lage sein. Aber: Ob nun ein Old-School-Nostalgie-Prequel wie das vorliegende „Lost Levels“ oder eine Art Midlife-Crisis-Komödie, wie sie beim chronologischen Weitererzählen möglich ist – für einen Publikumsverlag ist das „Hartmuteske“ im Jahre 2020 zu spitz angelegt, nicht breitentauglich genug mehr und vor allem begeht es die größte Sünde des aktuellen Marktes: Es sitzt einfach gemütlich „zwischen den Stühlen“ statt auf irgendeinem klar definierbaren drauf. Und so wie Musiker alle irgendwann ihre eigenen Plattenfirmen gründen, damit ihre Songs atmen können, haben unsere geliebten Figuren auch ein eigenes Zuhause verdient, in dem sie sich abseits aller Marktzwänge und Einwirkungen von außen frei entfalten können. Was sie früher bei Fischer ja auch konnten, in den vergangenen Zeiten. Es ist wirklich ein Bruch geschehen so mit Beginn der 2010er-Jahre und ansteigend. Risiko-Freude sinkt. Marketing und Vertrieb reden immer stärker und immer früher in Schaffensprozesse herein. Bücher gelten nur noch als Produkte. Neue Namen müssen immer irgendwie mit vorhandenen großen Namen verknüpft werden. Am liebsten hätte man wohl, wenn man – metaphorisch gesprochen – einen Debütanten im Horrorbereich zum Beispiel, so verkaufen könnte, dass vorne auf dem Buch stünde „Stephen King präsentiert… (Debütanten-Name kleiner) (Titel)“. Picasso hat das ganz gut auf den Punkt gebracht. Der sagte damals: „Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt.“ Die großen Verlage wollen heute nur noch Maler. Maler auf Abruf. Dienstleister. Und kleckern dürfen sie auch nicht, da muss alles vorher gut abklebt sein.

ll: Siehst Du die Edition Hombrede daher vielleicht auch als Chance, dass sie ein Zuhause für andere Autor*innen und deren Geschichten werden könnte, die aus der Massentauglichkeit herausfallen?

Uschmann: Nein, sie ist ausschließlich ein Label für unsere „Hui“-Welt sowie die Neuauflagen vergriffener Werke. Um einen vollständigen Verlag zu betreiben, der andere Autorinnen und Autoren aufnimmt, wäre eine viel größere Logistik nötig. Was ich aber regelmäßig mache: Ich helfe dabei, gute Stoffe an unabhängige Verlage zu vermitteln, wenn die Bemusterung der Publikumsverlage, etwa durch eine Agentur, erfolglos war. Mit viel Geduld und breiter Kenntnis der vielfältigen Indie-Verlagsszene habe ich allein seit 2019 sechs Bücher von Klienten als Mentor vermitteln können, die nun liebevoll erscheinen, bei kleineren Häusern mit echten Verlegern statt reinen Ökonomen.

Das geht zusammen: Sylvia Witt und Oliver Uschmann ergänzen sich privat und auf künstlerischer Ebene

Von Revoluzzern und Stoikern

ll: Kommen wir einmal direkt auf Euer neues Werk zu sprechen. In „Lost Levels“ versammeln sich Zeitabschnitte, die vor dem ersten „Hartmut und ich“-Roman liegen, oder aber zwischen den einzelnen Kapiteln der ersten beiden Bände. Handelt es sich hierbei um Sequenzen, die es auf Grund des Umfangs damals nicht mehr in die Bände geschafft haben, oder aber um völlig neue Geschichten, die Dir/Euch aktuell in den Sinn gekommen sind?

Uschmann: Die meisten Episoden sind uns im Laufe der vergangenen Jahre in den Sinn gekommen. Vor allem die „Frühzeiten“ in der Schule und vor der WG-Gründung. Wobei sie uns inhaltlich natürlich immer schon klar waren. Die Backstory existiert ja, seit die Figuren existieren. Ein paar Geschichten wie „Bärenklau“ oder „Es gibt keinen ersten Schritt“ existierten bereits länger. Etwas wie „Allein auf weitem Flur“, wo Hartmut versucht, die Zimmernachbarn im Hotel zur Gemeinschaft zu vereinen, fällt einem spontan ein, während man 2013 oder 2014 in einem gigantischen Chemnitzer Hotel hockt. Im Grunde stieg das also alles, mal mehr oder mal weniger klar, über Jahre hinweg in uns auf und hatte Zeit zum Reifen.

ll: Eine wichtige Frage von mir als Person, die zuvor noch keinen Kontakt mit der „Hui“-Welt hatte: Was hat es mit der Badewanne und der Playstation auf sich?

Uschmann: Der Ich-Erzähler pflegt seit jeher den Buddhismus des einfachen Mannes: Baden, Bier und Ballerspiele. Er bildet ja den Gegenpol zum Aktionisten und Philosophen Hartmut, der jeden Tag die Welt aus den Angeln heben will. Hartmut ist Revoluzzer. „Ich“ ist ein Stoiker. Hat er sein Vollbad, sein Bierchen, seine alten Spiele, dann ist er zufrieden. Wobei die erste Playstation, die graue, ja zur Erzählzeit des Buches von 1995 bis 2005, noch gar nicht so alt ist. Die Spiele sind im übrigen alle immer motivisch in den Plot, die Charakterisierungen und die Konflikte eingebunden. Es ist nie Zufall, was warum und wann gespielt wird. In der Rubrik „Schatzkiste“ auf unserer Webseite lässt sich die „Hui“-WG weiterhin besuchen, wenn man Flash aktiviert. Es finden sich dort am Rande der Badewanne auch Ichs Bade-Rezepte. Und die Details dieser virtuellen WG, die der damaligen echten nachempfunden wurde, sind nun wiederum genauer denn jemals zuvor in „Lost Levels“ eingeflossen. So schreiben Wirklichkeit, interaktive Grafik und Text sich wechselseitig.

ll: Innerhalb der „Lost Levels“ spielen dafür Smartphones und soziale Medien noch keine Rolle. Macht es das Schreiben einfacher, wenn man diese digitalen Parallelwelten ausklammert?

Uschmann: Die Geschichten spielen nun mal zwischen 1995 und 2005. Das ist der einfache Grund. In den anderen Romanen, deren Erzählzeit sich ja bis in die frühen 2010er erstreckte, kommen die neuen Technologien und Verhaltensweisen dann schon teilweise vor. Und wenn es mit „Hui“ eines Tages in der jetzigen Gegenwart weitergeht, wird dieser ganze Wahnsinn sicherlich eine große Rolle spielen. Einfacher oder schwerer macht es das Schreiben nicht. Aber es macht sehr viel Freude beim Schreiben und sicher auch beim Lesen, in diesen weniger komplexen Zeiten zu schwelgen.

ll: In den „Hartmut und ich“-Romanen wird häufig der Diskurs der Männlichkeit aufgegriffen. Onkel Werner möchte die beiden schließlich zu „richtigen Männern“ machen. Was bedeutet für Dich Männlichkeit, beziehungsweise wie würdest Du sie definieren?

Uschmann: Onkel Werners atavistische Vorstellungen davon sind natürlich Satire. Und Hartmut hat ja damals schon im ersten Band versucht, den Diskurs darüber, dass Männlichkeit „ständige Kampfbereitschaft“ bedeutet, zu subvertieren, indem er in der Bochumer Fußgängerzone aus heiterem Himmel einen Radfahrer mit einem Wrestling-Move vom Sattel kloppte, damit „der mal sieht, was das heißt, immer ‚prepared‘ zu sein.“ Der Mann stellte sich als Drogendealer heraus und die Polizei lobte Hartmut als genau den starken, toughen Alltagshelden, der er gerade nicht sein wollte. Hartmut steht also für das Nachdenkliche, Zögernde, Dekonstruktive… Ist aber zugleich derjenige der beiden, der viriler ist und sexuell wilder, während ausgerechnet der Malocher „Ich“, der bei UPS am Fließband schwitzt, seelisch noch ein kleiner, schüchterner Junge ist, der auf die wahre Liebe wartet. Die „Hui“-Welt verhandelt den Männlichkeitsdiskurs seit langem ergebnisoffen, sie denkt laut. Allerdings schälen sich dabei schon ein paar Merkmale heraus, die zum Mannsein der Figuren hier gehören: Verbindlichkeit, Vertrauen, bedingungslose Loyalität zueinander, zur eigenen Wahl-Familie. Die Fähigkeit, diese Familie zu beschützen, wenn es sein muss, auch wenn Hartmuts Freundin Susanne – eine Mischung aus Lara Croft und MacGyver – dabei mit dem dicken Schraubenschlüssel ebenfalls in vorderster Front steht. Einstehen für die eigenen Werte, sinnvoll rebellieren und nicht kindisch. Vor allem: diese beschissene Dauer-Ironie, diesen feisten Zynismus unterlassen. Aber auch den Anschluss an jedes Kollektiv. Individuum sein. Oder, wie Hartmut sagt: „Schwimme nicht gegen den Strom, sondern steige aus dem Fluss“.

ll: Du/Ihr habt um „Hartmut und ich“ eine ganze Welt, die „Hui“-Welt konstruiert. Wie groß ist die Liebe zu den Figuren und was macht die beiden für Dich so besonders? Kannst Du Dir denn vorstellen, dass „Hartmut und ich“ irgendwann auserzählt sind?

Uschmann: Diese Figuren begleiten uns regelrecht immer, wie in der Kindheit imaginäre Freunde. Sie gehen alle Lebenswege mit uns und sie geraten dann ja auch in die jeweils neuen gesellschaftlichen Umstände. Deswegen können sie nie auserzählt sein. Das wäre etwas anderes, würden sie wie die Simpsons oder wie Donald Duck niemals altern. Wobei ja selbst solche Welten so tragfähig sind, dass sie ewig weitergehen können. Das Besondere an ihnen sind eben ihre ganz verschiedenen, aber immer sehr beseelten, sehr aufrichtigen und sehr verbindlichen Sichtweisen auf die Welt. Das „Hartmuteske“, das sich daraus ergibt, im Sound, im freien Denken, in den Pointen.

Storytelling will gelernt und geübt sein, ganz egal, in welchem Genre und auf welche Weise man es nutzen möchte

ll: Du schreibst gemeinsam mit Deiner Frau Sylvia Witt. Wie kann ich mir den gemeinsamen Schreibprozess vorstellen?

Uschmann: Wie eine Mischung aus wildem Kunst-Prozess im Atelier, architektonischen Zeichnungen und musikalischer Jam-Session. Den Großteil der Arbeit an einem professionellen Buch nimmt die Planung ein. Du füllst den Staudamm bis zum Bersten. Wenn Du dann die Schleuse öffnest, ergießt sich der Text fast wie von selber auf die Seiten. Wenn wir reden und rumspinnen, aber auch ganz sorgsam bauen und konstruieren, dann ergibt ein Wort das andere und ein Blick sieht, was beim anderen gerade im toten Winkel ist. Beim Schreiben selbst kommt Sylvia schneller und präziser auf den Punkt als ich. Auch bei den Verlagsveröffentlichungen mit Lektorinnen in den jeweiligen Verlagen, gibt’s bei ihren Abschnitten weniger zu ändern als bei meinen, deren erste Fassungen natürlich keiner kennt. Ich tendiere immer noch, obwohl ich in Workshops davon abrate, zum heillosen Abschweifen in zu nerdige Spezial-Details – und manchmal sogar zum Kommentieren des Offensichtlichen.

ll: Was würdest Du neuen Autor*innen hinsichtlich der aktuellen Verlagssituation raten?

Uschmann: Sie sollten wissen, was sie wollen und was sie können. Sich nicht schon zu Beginn als „Dienstleister“ einem Markt anpassen, sondern ihren eigenen künstlerischen Charakter entdecken, formen, trainieren und ausleben. Selbst, wenn das bedeutet, „nur“ in der Nische zu publizieren oder in Eigenregie, was im übrigen in keiner Weise mehr ehrenrührig ist. Wichtig ist: Die Passion für das Eigene kombinieren mit Beratungsfähigkeit in handwerklichen Dingen! Sich wirklich fortbilden und trainieren, wie ein Sportler. Storytelling will gelernt und geübt sein, ganz egal, in welchem Genre und auf welche Weise man es nutzen möchte. Auf lange Sicht trägt das Eigene, das Neue, das „zwischen den Stühlen“ platzierte, wenn es sich dann doch mal durchsetzt, viel länger. Es ist schade, dass die Verlage das heutzutage zu vergessen scheinen. Nur die Regelbrecher haben Geschichte geschrieben.

ll: Finale Frage! Pandemie und Klopapier. Was machen „Hartmut und ich“ gerade?

Uschmann: Uh, das ist noch geheim, denn es kann wohl kaum anders gehen, als beim nächsten „Hui“-Roman, der wieder in der Gegenwart spielt, diese verrückte Krise einzubauen. Sagen wir’s so: Sie reagieren gemäß ihres Grundcharakters. Was auch wiederum bedeutet: Du kannst sie in keine der derzeit gängigen Deutungsmuster von Corona passgenau einbauen.

ll: Danke für das Gespräch!

Oliver Uschmann und Sylvia Witt: „Lost Levels“, 252 Seiten, Edition Hombrede, ISBN-13: 978-3948812003, 12 Euro

mehr über die „Hui“-Welt und weitere Projekte aus dem Hause Uschmann und Witt:
www.hombrede.de [1]

(Foto: Buchcover)

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