Cosma Jo Gagelmann
8. Juli 2020

Der innere Genuss zählt

Hannovers Leckerbissen: „The Harp“ ist ein echter Geheimtipp, obwohl der Pub sehr zentral am Schwarzen Bär in Linden liegt

The Harp Ansicht

Nein, in diesem Pub spielt niemand Harfe, aber die Speisen und Getränke haben es in sich

In Linden gibt es viele kulinarische Köstlichkeiten und mindestens genauso viele Restaurants. Wir entschieden uns für das „The Harp“, das meine vier Begleitungen und ich an einem Donnerstagnachmittag besuchten. „The Harp“ liegt direkt neben der Straßenbahn-Station „Schwarzer Bär“, gegenüber liegen das Capitol und das Lux. Von außen sieht das „The Harp“ recht unauffällig aus, mit schwarzer Farbe und weißen Buchstaben sowie wenigen Dekorationen in den Schaufensterscheiben. Früher nannte sich das „The Harp“ aufgrund der irischen Küche „The Irish Harp“, seit einem Besitzerwechsel orientiert es sich nun mehr an der englischen Küche. Wir setzten unseren Mund-Nasen-Schutz auf, gingen durch den Eingang und fanden uns in einer atmosphärischen Kneipe wieder. Uns fielen sofort viele Schilder und andere Kuriositäten ins Auge. Ich sprach einen Kellner auf meine Reservierung an und er wies uns den Weg zum Biergarten. Um dort hinzukommen, gehen die Gäste ein Stück weiter durch den Raum und dann rechts eine Treppe hinunter und schon finden sie sich in einem Biergarten wieder, der sehr begrünt und auch überdacht ist. Wir setzten uns an den für uns reservierten Tisch und füllten zunächst die Kontakt-Formulare aus. Die Speise- und Getränkekarten lagen bereits auf dem Tisch und wir konnten uns schon an dem Besteck und den Servietten bedienen. Es war ein lauwarmer Nachmittag, deswegen war mir nicht kalt, aber auch nicht zu heiß. Die Palmen ließen ein exotisches Urlaubs-Gefühl aufkommen. Es gab viele verschiedene Tische, darunter sogar einen runden, es lief ein Radiosender im Hintergrund und wir nahmen eine leise Geräuschkulisse von den Gesprächen der anderen Menschen war.

The Harp KiBa

Selbst der KiBa sieht im „The Harp“ ungewöhnlich cool aus

Wir begutachten die Speisekarte. Im „The Harp“ gibt es viele verschiedene Burger, die allesamt originelle Namen tragen, wie „Texas Chainsaw“ oder auch „Fetaschist“. Wenn man seinen Burger noch etwas hinzufügen will, kann man dies auch tun, zum Beispiel mit Cheddar oder Jalapeños. Genauso extravagant wie die Burger-Namen sind auch die verschiedenen Pommes-Sorten. Von normalen Pommes über Cheese Fries bis hin zu Hangover Fries wird keine Spezialität ausgelassen. Dazu gibt es eine große Auswahl an Saucen. Auch Salat-Freund*innen werden fündig. Eine Bio-Currywurst gibt es auch, ebenfalls werden Nachos, Chips oder Synders als Snacks angeboten. Wer nach dem leckeren Essen noch einen Nachtisch will, der kann sich einen Brownie bestellen. Die Getränke-Karte ist ebenfalls sehr umfangreich. Sie umfasst viele Softdrinks wie FritzKola und Lütts Landlust, allerlei Säfte und Heißgetränke wie Kaffee, Heiße Schokolade oder Tee. Bier-Liebhaber*innen kommen natürlich auch nicht zu kurz: Von „Draught Beer“ über „Beer Mix“ bis zu „Bottled Beer“ ist alles dabei. Die kleine Wein-Auswahl ergänzt das Angebot.

Schnell war ein Kellner bei uns und fragte uns nach unserer Bestellung. Er beantwortete unsere Fragen, nahm unsere Extrawünsche auf und schlug Alternativen vor, falls es das Gewünschte in der Form nicht gab. Dann verschwand er eilig mit einem Lächeln. Wir studierten weiter die Speisekarte, da wir uns nur schwer zwischen den facettenreichen Burgern entscheiden konnten. Außerdem war jeder einzelne Belag der Burger genau auf der Speisekarte aufgeführt. Als alle ihre Wahl getroffen hatten, erschien der Kellner wie von Geisterhand genau zur rechten Zeit erneut, servierte unsere Getränke und nahm unsere Essensbestellung auf. Die Wartezeit auf die Getränke war von unserem persönlichen Gefühl her nicht vorhanden. Meine Begleitungen tranken eine FritzKola ohne Zucker und drei normale FritzKolas, während ich mich über meinen KiBa (Kirsch-Bananen-Saft) freute.

The Harp Cheesophil und Cheese Fries

Der „Cheesophil“ mit Cheese Fries: Mehr Käse geht nicht

Auf das Essen warteten wir ein bisschen länger, doch es kam zeitgleich und das ist bei mehreren Personen ja auch ein Kriterium, da dann alle gleichzeitig zu essen anfangen können. Wir aßen einen Crystal Mett, einen Donald Trump mit Beef und einen Donald Trump mit Pulled Pork sowie zwei Cheesophil. Der Crystal Mett war sehr fleischig, der Donald Trump sowohl mit Beef als auch mit Pulled Pork ein Genuss und der Cheesophil ein extrem käsiger Cheeseburger, genauso wie man ihn sich wünscht. Alle waren sehr großzügig belegt und saftig. Unser einziger negativer Kritikpunkt war, dass das Essen ein wenig kalt war. Trotzdem schadete dies dem Geschmackserlebnis nicht. Beim Essen redeten wir wenig, so sehr genossen wir die Burger.

The Harp Crystal Mett

Keine Sorge, man wird höchstens vom Geschmack high: Der „Crystal Mett“ mit normalen Pommes

Natürlich hatten wir auch Beilagen bestellt. Wir aßen einmal Hangover Fries, zweimal normale Pommes und zweimal Cheese Fries. Die Hangover Fries waren mit roten Zwiebeln, Jalapenos, Bacon, Käse Sauce, Harp Sauce und Gewürzgurken belegt. Zu den Pommes gab es Ketchup oder Mayo, für den man extra bezahlen musste. Die Cheese Fries waren mit drei Käsesorten belegt. Das Essen war sehr gut portioniert, sodass wir alle satt, aber nicht übermäßig vollgestopft waren. Während wir unsere Getränke genossen und verdauten, kam ab und zu ein Kellner vorbei und räumte etwas ab, was ich sehr aufmerksam fand. Wir saßen dort noch etwas länger und gingen zum Bezahlen wieder vorne in die Kneipe. Es war möglich, bar oder mit Karte zu bezahlen. Die Preise waren fair und nicht zu teuer, da alles sehr gut geschmeckt hat und die Portionsgröße dem Preis mehr als angemessen ist.

Mein Tipp: Traut Euch ruhig, einen originell klingenden Burger auszuwählen und reserviert unbedingt vorher, denn es wird hier jeden Tag sehr voll, gerde in Corona-Zeiten.

Mein Fazit: Wenn man in Hannover oder Region wohnt, sollte man einmal im Leben im „The Harp“ gewesen sein. Dabei geht es nicht nur um das leckere Essen und die köstlichen Getränke, sondern auch um die Wohlfühl-Atmosphäre, die besonders durch die netten Kellner*innen geschaffen wird.

The Harp
Schwarzer Bär 1
30449 Hannover

Öffnungszeiten: Mo bis Sa von 16:30-21:30 Uhr, So von 16:30-21:00 Uhr

The Harp @ Instagram

(Fotos: Cosma Jo Gagelmann/Justin Vieth)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Lokalitäten

Kommentiere diesen Artikel