Susanne Viktoria Haupt
9. Juli 2020

Filme für die Leinwand

Holy Holly: Das Apollo-Kino zeigt mit „Frühstück bei Tiffany“ heute einen absoluten Filmklassiker

Mit dem 19-jährigen Party-Girl Holly Golightly schrieb sich Truman Capote in die Ewigkeit. 1960 wurde sein Kurz-Roman dann ebenso erfolgreich von Blake Edwards verfilmt

Holly Golightly (Audrey Hepburn) ist zwar erst zarte 19 Jahre alt, hat es aber schon faustdick hinter den Ohren. Gemeinsam mit ihrer namenlosen Katze lebt sie in einem New Yorker Appartement und verfolgt vor allem einen Traum: reich heiraten. Der Wunsch nach Luxus und einem schillernden Leben steht ganz oben auf ihrer Agenda. Wären da nur nicht die zahlreichen Stolpersteine, die sich ihr in den Weg schmeißen. Zum einen ist da ihr elendiger Noch-Ehemann aus Texas, Mister Golightly (Buddy Ebsen), der nach langer Zeit wieder auf der Matte steht. Und er will seine Holly natürlich zurück. Zum anderen ist da Hollys traurige Vergangenheit, die niemand herausgefunden hätte, wenn ihr charmanter Nachbar, der Schriftsteller Paul Varjak (George Peppard) ihr nicht immer näher gekommen wäre und sie ihm nicht zwangsweise ihr Herz ausgeschüttet hätte. Und damit wären wir beim finalen Stolperstein: Paul, der sich nicht nur in Holly verliebt, sondern dem auch Holly immer mehr verfällt. Und reich ist Paul leider so gar nicht.

Audrey Hepburn wird noch heute mit zahlreichen legendären Rollen verbunden. 1953 spielte sie an der Seite von Gene Wilder in „Ein Herz und eine Krone“ die Rolle der Prinzessin Ann, wofür die damals 24-jährige einen Oscar als beste Hauptdarstellerin mit nach Hause nehmen durfte. Für Billy Wilder übernahm sie 1954 den Part der gleichnamigen Protagonistin in der Liebeskomödie „Sabrina“. Dem breiten Publikum ist sie aber wahrscheinlich vor allem dank ihrer Darstellung der Holy Golightly in „Frühstück bei Tiffany“ im Gedächtnis geblieben. Nicht zuletzt auch durch ihre zarte Interpretation von „Moon River“, der 1962 mit dem Oscar für den besten Film-Song belohnt wurde. „Frühstück bei Tiffany“ ist ein filmischer Evergreen, der eigentlich nicht oft genug auf der Leinwand gezeigt werden kann. Sicher ist nämlich, dass gerade ältere Filme in erster Linie für die Leinwand konzipiert wurden, und auf dieser auch wahrlich am besten ihre Wirkung entfalten. Was leider nur wenige wissen, ist, dass die literarische Vorlage von Truman Capote stammt. Mit „Frühstück bei Tiffany“ schuf er nicht nur einen herrlichen Kurzroman, sondern auch die Basis für diesen Film-Schatz. Das Apollo-Kino zeigt den Klassiker heute endlich mal wieder im Großformat.

Donnerstag, 9. Juli 2020:
„Frühstück bei Tiffany“, Spielfilm von Blake Edwards, USA 1960, 115 min., Apollo-Kino, Limmerstraße 50, 30451 Hannover, Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 7,50 Euro, ermäßigt: 6,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

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Kategorien: Film, Tagestipps

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