Cosma Jo Gagelmann
10. Juli 2020

Aus dem Teich ins Museum gewatschelt

Im Landesmuseum Hannover ist die „Duckomenta“ zu Gast. Sie beweist, dass die Enten auf dieser Welt auch etwas zu sagen haben

Ente_mit_Perlohrenring_Interduck_Duckomenta

Das berühmte Gemälde „Ente mit Perlohrenring“ ist nur ein Bestandteil der großen  Ausstellung

Enten – sie sind niedlich, wie sie auf dem Wasser schwimmen, mit ihrer Familie über eine Straße watscheln, oder wenn man sie füttert. Sie quaken, essen gerne Brot, sind teilweise bunt und schnattern uns wütend an, wenn wir ihnen zu nahe kommen und ihre Ruhe stören. Für uns Menschen sind sie einfach ein Teil einer Tierwelt, der man öfter auf einem Teich oder See begegnet. Doch wie sehen die Enten eigentlich unsere Welt?

Immerhin gibt es sogar ein Auto, welches „Ente“ heißt und zahlreiche Comics und ähnliches von Donald Duck aus Entenhausen, der einst von Disney erschaffen worden ist und auch noch seine Familie mit den drei Neffen sowie Daisy und Dagobert mitbringt. Doch alleine durch diese Fakten fühlen sich die Enten noch lange nicht gewertschätzt.

Die Berliner Künstlergruppe interDuck existiert bereits seit 1986. Sie schuf mit viel Ironie, aber auch gebotener Ernsthaftigkeit viele Enten-Kunstwerke. Abgekupfert von der der international bedeutenden „Documenta“, die sich mit zeitgenössischer Kunst befasst, tut die „Duckomenta“ es ihr nun halb im Ernst, halb im Spaß gleich. Über 300 Stücke von Fossilien über Artefakte bis hin zu Gemälden erzählen von den „interDucks“, einer Gruppe von Enten, die anscheinend eine Art Parallelleben zu dem der Menschheit führen.

Nach einer Weile geht es den Besucher*innen dann auch so, dass man denkt, es handle sich um waschechte Werke der Enten-Geschichte. Die Wanderausstellung ist schon in vielen verschiedenen Museen zu Gast gewesen. Durch die Neuinterpretation der berühmten Klassiker der Kunst- und Kulturgeschichte sind auch viele jüngere Museumsbesucher*innen von der Ausstellung fasziniert. Somit wird klar, dass die Enten auf jeden Fall mit uns Menschen mithalten können – jedenfalls was Kunst und Kultur angeht!

Freitag, 10. Juli 2020:
„Duckomenta – Das WeltEntenMuseum“, Ausstellung, Landesmuseum Hannover, Willy-Brandt-Allee 5, 30169 Hannover, geöffnet von 10 bis 18 Uhr, Eintritt: 10 Euro, ermäßigt: 8 Euro

  • Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. April 2021
  • Öffnungszeiten: Di bis So von 10-18 Uhr
  • Geschlossen an Heiligabend, dem 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester
  • freitags von 14-18 Uhr Eintritt frei

(Foto: Pressefoto/Landesmuseum Hannover/interDuck)

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Kategorien: Kunst, Tagestipps, Unrat

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