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Ganz ist sie nie weg

Im Hochhaus-Kino ist endlich die sehenswerte Verfilmung des Lebens der Wissenschaftlerin Marie Curie zu sehen

"Marie Curie - Elemente des Lebens", Filmplakat

Gegen alle Widerstände: „Marie Curie – Elemente des Lebens“, Filmplakat

Beim Thema Radioaktivität kommen den meisten von uns zunächst einmal Katastrophen in den Sinn: Tschernobyl 1986 oder Fukushima 2011. Doch ist die Geschichte der Radioaktivität beinahe so alt wie die Menschheitsgeschichte – beispielsweise gehört Kalium-40 direkt zum menschlichen Körper. Und wer Radioaktivität wegdenken möchte, kann das gleich ganz vergessen: Halbwertzeit bedeutet eben nur den Abbau der Hälfte der Radioaktivität. Ganz wird sie nie weg sein.

Und sie sogenannte terrestrische Strahlung ist ohnehin allgegenwärtig – die Halbwertzeit beträgt übrigens bis zu 14 Milliarden Jahren. Dass wir dieses Phänomen überhaupt erkannt haben, verdanken wir einer sehr schlauen Frau: Marie Curie, die gleich zwei Mal den Nobelpreis gewinnen konnte und mit ihrem Wirken nicht nur wissenschaftlich, sondern auch gesellschaftlich den Weg in die Moderne ebnete.

Nun wurde das Leben der großartigen Wissenschaftlerin endlich verfilmt – von der bereits zuvor oscarnominierten iranisch-französische Comic-Zeichnerin und Regisseurin Marjane Satrapi („Persepolis“). Und auch wenn der Film deutlich macht, dass die historische Figur absolut einmalig ist, zeigt er doch auch eines: dass es sich lohnt, für seine Ziele, seine Interessen und seine Wünsche zu kämpfen. So wie Marie Curie. Als Frau in ihrer Zeit, aber eben auch als Wissenschaftlerin gegen alle Widerstände. „Marie Curie – Elemente des Lebens“ sollte im April 2020 in die deutschen Kinos kommen, der Start wurde jedoch wegen des Corona-Virus auf den Juli verschoben.

Dienstag, 28. Juli 2020:
„Marie Curie – Elemente des Lebens“, Drama von Marjane Satrapi, GB 2019, 110 min., Hochhaus-Lichtspiele, Goseriede 9, 30159 Hannover, Beginn: 18 Uhr und 20.15 Uhr, Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 7,50 Euro

(Foto: Filmplakat)

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