Cosma Jo Gagelmann
20. August 2020

Begegnungen im digitalem Zukunftsraum

Die Kunsthalle Faust zeigt eine Ausstellung, die für zukunftsorientierte Vernetzung steht: „Pavilion O2 Hannover“

Pavilion O2 Hannover

Wir Menschen haben die Möglichkeit, die unendlichen Weiten des Cyber-Space zu erkunden: „Pavilion O2 Hanover“

Unser Universum ist unendlich. Wenn man fliegt, sieht man von oben auf die Erde herab und denkt sich: Der Planet ist klein im Vergleich zu dem, was drumherum ist. Wenn man in einer riesigen Stadt auf einem riesigen Platz mit vielen Menschen steht, denkt man genauso. Erst recht, wenn man in einer klaren Sommernacht zu den Sternen hinaufsieht. Man denkt, dass man als Mensch nur ein kleiner Bestandteil von etwas ganz Großem ist. Die Erfindung des Internets sorgte zudem dafür, dass man sich sehr unbedeutend fühlen kann, wenn man sich von der Masse verschlucken lässt. Trotzdem ergeben sich auch viele Möglichkeiten, die Digitalität zu den eigenen Vorteilen zu nutzen, denn sie kann uns auch vielfältig durchs Leben helfen.

In Kooperation mit der Mediations Biennale Foundation Poznan zeigt die Kunsthalle Faust ab heute ein Projekt, das wie ein transnationaler Pavillon aufgebaut ist, also ein Ort der Begegnung von Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen. Bereits im Jahr 2019 präsentierte sich die Ausstellung auf der Biennale in Venedig und wurde in diesem Jahr bereits in Opava gezeigt. 2021 wird die „7. Mediations Biennale Polska – Event Horizon“ stattfinden, im Vorfeld sorgt dieses Projekt dafür, dass die Besucher*innen schon mal Erfahrungen sammeln können, bevor es im nächsten Jahr in drei Ländern verortet und verbunden sein wird.

Das Kunst- und Forschungsprojekt ist zwischen der organischen und digitalen Welt angesiedelt und greift auch das aktuelle Weltgeschehen auf. Ebenfalls findet hier alles Platz, egal ob außergewöhnliches Kunstwerk, interessante Meinung oder digitale Kunst, die man auch überwiegend bestaunen kann. Zwei Künstler zeigen beispielsweise Videos, die sich mit fraktaler Geometrie beschäftigen, und ein Künstler zeigt uns eine 360 Grad-Ansicht des Nordpols. Argumented und Virtual Reality dürfen bei dieser besonderen Ausstellung auch nicht fehlen, ebenso wie generative Medienarbeit, bei der auch Harro Schmidt, der Leiter der Kunsthalle Faust und Mitkurator der Ausstellung mitgewirkt hat. Trotzdem findet man auch „normale“ analoge Kunstwerke, wie ein polnisch-tschechisches Kooperationsprojekt namens „Tensegrity“, bei dem anhand von 50 bemalten Ballons das universelle Gesetz vom Gleichgewicht der Kräfte veranschaulicht wird. Im Außenraum der Kunsthalle findet man deutsche Multimedia- und Recherche-Projekte. So hat man als Besucher*in viele verschiedene Möglichkeiten, in die Zukunft zu schauen und die digitale Welt besser kennenzulernen.

Trotz der Corona-Krise werden auch Workshops und Führungen angeboten, die natürlich unter Einhalt aller Abstands- und Hygiene-Regeln stattfinden.

Donnerstag, 20. August 2020:
„Pavilion O2 Hanover“, Ausstellungseröffnung, Kunsthalle Faust, Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover, Beginn: 19 Uhr, Eintritt frei

  • Die Ausstellung ist noch bis zum 13. September 2020 zu sehen
  • Öffnungszeiten:  Do und Fr 16-20 Uhr, Sa und So 10-18 Uhr
  • Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 2 Euro

(Foto: Pavilion O2 Hanover/Bienale Venezia/Pressefoto)

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Kategorien: Kunst, Medien, Tagestipps

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