Cosma Jo Gagelmann
5. September 2020

Ein Begegnungsort für alle, die nicht nur guten Kaffee lieben

Heute feiert Der Nachbarin Café im Kulturzentrum Faust seine Neueröffnung mit neuem Konzept und gewohnter Qualität

Der Nachbarin Café

Dalia, Pablo und Konrad sind drei Menschen, die sich mit einigen anderen helfenden Händen in den letzten Monaten mit Herz und Seele dem Umbau des Cafés gewidmet haben

Fast jede*r kennt Johann Wolfgang von Goethe. Viele haben auch schon von seinem berühmten Werk „Faust“ gehört. Doch wenige haben es komplett gelesen, da es sehr anspruchsvoll ist. 62 Jahre hat Goethe daran geschrieben. Man kennt die Figurennamen vom Hören, wie zum Beispiel Faust, Mephisto und Gretchen. Wer aber ist Marthe Schwerdtlein? Marthe kommt in der Szene „Der Nachbarin Haus“ als besagte Nachbarin vor, von dem das Café auf dem Faust-Gelände seinen Namen hat. Das Der Nachbarin Café ist seit 2015 ein fester Bestandteil des Kulturzentrums Faust. Der Name fügt sich perfekt in Goethes Werk ein, denn auf dem Faust-Gelände gibt es auch schon den Biergarten Gretchen und das Mephisto.

Neben dem normalen Café-Betrieb fungiert Der Nachbarin Café auch als Vorverkaufsstelle für die vielen verschiedenen Veranstaltungen des Kulturzentrums. Wenn etwas in der benachbarten Warenannahme stattfindet, ist das Café auch abends geöffnet, um die Besucher*innen zu versorgen. Neben all den Leckereien wie dem selbstgemachten Kuchen und dem Frühstücks-Angebot bietet das Café aber auch selber etwas Kultur an: Das berühmte Tablequiz mit Fränkie und Fronkh ist beispeilsweise sehr beliebt. Und auch das Musik-Frühstück wurde stets gut angenommen. Nun hat das Café die Corona-Krise dazu genutzt, Umbau-Arbeiten durchzuführen und den altbekannten Charme zu erfrischen. Es gibt wieder ein Mittagstisch-Angebot, man hat nun drei Gerichte pro Woche zur Auswahl, die jeweils um die 5 Euro kosten. Im Café findet man neben Gemütlichkeit im Wohnzimmerstil nun aber auch Zugang zu freiem WLAN und genug Steckdosen, damit man es auch als Working-Space nutzen kann. Zu dem persönlichen Lieblingsgetränk kann man neben Süßem nun auch rund um die Uhr etwas Herzhaftes genießen: Ciabatta und Quiche.

Heute findet die offizielle Eröffnungsfeier statt. Es gibt die leckere eigene Kaffee-Sorte, die es als spezielle Röstung nur im Nachbarin Café gibt, Cocktails und selbstgemachten Kuchen. Doch nicht nur für das leibliche Wohl ist gesorgt, auch die Augen haben etwas zu bestaunen: Die Kunstwerke der neuen Ausstellung von Lune Ndiaye, dessen Vernissage auch heute stattfindet. Der Künstler aus Senegal hat einige Malereien und Acryl-Bilder im Café aufgehängt. Seit 2005 lebt er in Hannover und hat sein Atelier auf dem Faust-Gelände. Seine Kunstwerke bestehen meistens aus Acryl, Sand und Textilien. Er beschreibt seine Bilder als Botschaften des Friedens, des Respekts und des Zusammenlebens zwischen Mensch, Natur und den unterschiedlichen Kulturen dieser Welt. Genau wie Ndiayes Bilder ihren Platz im Café gefunden haben, bietet es ab heute auch für alle wieder einen Platz zum Verweilen – egal ob Familie mit Kindern, die sich in der neuen Kinderecke austoben können, Besucher*innen auf einem Spaziergang, Mitarbeiter*innen der Faust oder einfach nur Freund*innen eines guten Kaffees.

Samstag, 5. September 2020:
Neueröffnung des Der Nachbarin Café mit Live-Musik und Vernissage von Lune Ndiaye, Der Nachbarin Café, Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover, geöffnet von 14 bis 20 Uhr, Eintritt frei

Achtung: Aufgrund der aktuellen Gesundheitsbestimmungen ist nur eine begrenzte Zahl an Besucher*innen zugelassen. Bitte denkt an Eure Masken für den Einlass!

(Foto: Pressefoto/Der Nachbarin Café)

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Kategorien: Kunst, Lokalitäten, Tagestipps

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