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Wen die Muse küsst

Von Leidenschaft und Liebe: Hans Zimmer präsentiert heute im Theater in der List seine traumhafte Geschichte „Wie der Geiger Tobias die Glasharfe erfand“

Kennt sich mit der eigenen Kreativität hervorragend aus: Autor Hans Zimmer

Jeder kreative Mensch kennt ihn eigentlich: diesen unschöne und dunklen Moment, wenn die eigene Kreativität versiegt. Man setzt sich an die Tastatur oder nimmt den Pinsel in die Hand, aber nichts geht mehr. Man fühlt sich fast so, als hätte man ein Vakuum in sich. Oder aber als wäre man ein Luftballon, aus dem man die Luft herausgelassen hätte. Einen schöpferischen Menschen quält wenig so sehr, wie eine künstlerische Durststrecke. Das Kreative, das Schöpferische, ist meist ein elementarer Bestandteil der eigenen Persönlichkeit. Man kann sie zwar auch wie einen Muskel trainieren, aber auch die Sportlichsten holen sich hier und da eine Zerrung. Vor der Blockade ist niemand wirklich sicher. Deswegen hat schon der Autor Neil Gaiman gesagt: „This is how you do it: You sit down at the keyboard and you put one word after another until its done. It’s that easy, and that hard.“ Das gilt ebenso für alle anderen kreativen Bereiche, auch für die Musik.

Diesen Umstand muss auch der junge Geiger Tobias erleben. Tag ein, Tag aus, steht er im Park und spielt dort für Geld. Doch urplötzlich streikt alles in ihm und sein Geigenspiel wird immer dünner, ist einfach nicht mehr dasselbe. Immer weniger Münzen finden daraufhin ihren Weg in seinen Geigenkasten, weswegen er beschließt, seine Geige zum Pfandleiher zu bringen. Mit dem Erlös aus dem Pfandhaus findet er sich in einem Wiener Lokal ein, um den Verlust der Geige und sein eigenes Versagen in Alkohol zu ertränken. Anstatt jedoch nun völlig auf Abwege zu gelangen, erträumt sich Tobias ein magisches Instrument: die Glasharfe. Und nicht nur das, auch ein Mädchen mit sonderbar blauen Augen erhält seine Aufmerksamkeit und befeuert seine verloren geglaubte Leidenschaft. Oder ist schlussendlich alles doch nur ein Schnaps-Traum?

All dieses und noch viel mehr wird heute Abend Hans Zimmer klären, der die Geschichte „Wie der Geiger Tobias die Glasharfe erfand“ nicht nur geschrieben hat, sondern sie heute im Theater in der List auch zum Besten geben wird. Begleitet wird er dabei von Dainis Medjaniks an der Geige und von Susanne Würmell an der magischen Glasharfe.

Sonntag, 11. Oktober 2020:
„Wie der Geiger Tobias die Glasharfe erfand“, Szenische Lesung von und mit Hans Zimmer, Theater in der List, Spichernstraße 13, 30161 Hannover, Beginn: 16 Uhr, Eintritt: 12 Euro, ermäßigt: 9 Euro

(Foto: Pressefoto/Theater in der List/Hans Zimmer/privat)

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