- langeleine.de – Das Online-Journal für Hannover - http://www.langeleine.de -

Die ewige Gewalt

Sebastián Muñoz‘ Film „Der Prinz“ zeigt im Apollo-Kino schwule Liebe inmitten brachialer Machtverhältnisse

"Der Prinz", Filmplakat

Geschichte von Gewalt, Liebe und Sex: „Der Prinz“, Filmplakat

Chile 1970, im Süden der Hauptstadt Santiago de Chile: Der 20-jährige Jaime (Juan Carlos Maldonado), ein einsamer junger Mann, ersticht nach einer durchzechten Nacht seinen besten Freund „El Gitano“. Im Gefängnis lernt Jaime den älteren, von allen respektierten und gefürchteten Häftling „El Potro“ kennen, den „Hengst“ (Alfredo Castro). Dieser macht sich Jaimes Bedürfnis nach Schutz und Liebe zu nutze, und so entwickelt sich zwischen den beiden eine homoerotische Beziehung, eine sogenannte „schwarze Liebe“. Je stärker ihre Beziehung wird, umso stärker gerät „Der Prinz“, wie Jaime nun genannt wird, zwischen die Fronten der Machtkämpfe, die im Gefängnis toben.

Regisseur Sebastián Muñoz zeigt die schwule Beziehung zwischen seinen beiden Protagonisten ausgerechnet an einem so brutalen Ort wie dem Gefängnis, der aber zugleich besondere sexuelle Freiheiten bietet. „Der Prinz“ basiert auf Mario Cruz’ lange verschollenen Roman und zeichnet mit berauschenden Bildern ein faszinierendes Porträt Chiles kurz vor dem Amtsantritt Salvador Allendes.

Montag, 12. Oktober 2020:
„Der Prinz“, Spielfilm von Sebastián Muñoz, Chile/Argentinien 2019, 96 min., OmU, Apollo-Kino, Limmerstraße 50, 30451 Hannover, Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 7 Euro

(Foto: Pressefoto/Filmplakat)

[1]
Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed [2]!