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Eine Kette voller Perlen

Im Kommunalen Kino hat das „Perlen – Queer Film Festival begonnen. Heute wird unter anderem der Preis für das beste Debüt vergeben

Perlen - Queer Film Festival Hannover 2020

Vielfältiges Programm mit Filmen aus aller Welt: das „Perlen“-Festival Hannover 2020

9 Tage voller Spielfilme, Dokus und Kurzfilmprogramme in 26 Vorstellungen – so liest sich das Programm von Hannovers Queer Film Festival „Perlen“, das vom 16. bis zum 24. Oktober im Kommunalen Kino im Künstlerhaus stattfindet. Und das trotz Corona. Denn das Organisationsteam des Festivals hat es hinbekommen, die Fülle des Programms zu retten. Zum Beispiel durch eine größere Streuung der Anfangszeiten. Zwar gibt es in diesem Jahr keine rauschende Abschlussparty und der Aufenthalt im Kino-Foyer muss eingeschränkt werden, doch für alles andere gibt es kreative Lösungen. So werden beispielsweise alle Filme live anmoderiert – vor Ort oder per Video-Einspielung. Und natürlich wird auch der Publikumspreis „Goldene Perle“ wie gewohnt zum Abschluss des Festivals verliehen. Da die Kapazitäten der Kinos aufgrund der Abstandsregeln derzeit eingeschränkt sind, gibt es das Kurzfilm-Programm obendrein erstmals auf Vimeo zu sehen.

Das Programm selbst ist wie gewohnt vielfältig und setzt auch in Pandemie-Zeiten auf das gemeinsame Filmerlebnis und den persönlichen Austausch unter den Besucher*innen, um den Zusammenhalt in der queeren Community gerade in schwierigen Zeiten zu fördern. Nach der gestrigen Festivaleröffnung stehen heute gleich vier interessaante Filme auf dem Programm. Den Auftakt macht um 13 Uhr der indische Streifen „Kattumaram“, in deren Mittelpunkt der Fischer Singaram mit seiner Tsunami-verwaisten Nichte Anandhi und deren Bruder steht. In „Kattumaram“ trifft die Strenge einer traditionellen Gemeinschaft auf die Unschuld einer aufkeimenden, gleichgeschlechtlichen Liebe, im ländlichen Indien ein Tabu. Um 15 Uhr folgt der venezuelanisch-kolumbianische Film „Being Impossible – Yo, Imposible“, in dem es um die 20-jährige Protagonistin Ariel geht, die intersexuell ist und ihr Coming Of Age erlebt. Höhepunkt des Abends ist um 18 Uhr die festliche Verleihung des 5. QueerScope-Debütfilmpreises 2020 an Barbara Wallbrauns Film „Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR“, bei dem die Regisseurin und einige Queer Film Festival-Mitglieder anwesend sind. Zum Abschluss des erignisreichen Festival-Tages ist noch der israelische Film „15 Years“ auf hebräisch mit englischen Untertiteln zu sehen. In ihm geht es um die Midlife Crisis eines international erfolgreichen Architekten, der mit seinem Partner zusammenlebt und sein ganzes Leben infrage stellt, als er erfährt, dass seine beste Freundin schwanger geworden ist. Weitere Filmperlen folgen in den nächsten sieben Tagen, darunter wie immer Filme aus allen Teilen dieser Erde.

Samstag, 17. Oktober 2020:
„Perlen Queer Film Festival“, Kommunales Kino im Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover, Beginn: ab 13 Uhr, Eintritt pro Film: 6,50 Euro, ermäßigt: 4,50 Euro

weitere Infos zum Festival-Programm:
Perlen-Filmfestival 2020 – das Programm [1]

(Foto: Pressefoto/Stadt Hannover)

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