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Der Wald ruft

Die kühlen Temperaturen verführen derzeit zu winterlichen Wanderungen. Wir schlagen einen lockeren Spaziergang zum Annaturm im Deister vor

Immer den Pfeilen entlang: Eine Wanderung im Deister ist wirklich ein Erlebnis

Endlich mal Mützen- und Handschuh-Wetter! Es scheint eine halbe Ewigkeit her zu sein, dass man sich mal so richtig einmurmeln musste. Zumindest kommt es mir so vor. Wie eifrige Leser*innen auch schon bemerkt haben, bin ich ein ausgesprochener Outdoor- und Natur-Fan. Draußen sein ist eben einfach fantastisch und der Winter lädt förmlich zu langen Spaziergängen mit gefrorenen Nasen ein. Deswegen haben wir uns für Euch schon am 1. Advent die Wanderschuhe angezogen, die Mützen aufgesetzt und sind losgezogen. Von allen möglichen Zielen haben wir uns den wunderschönen Deister ausgesucht, denn der geht bekanntermaßen immer. Ja, auch wenn die Wasserräder natürlich derzeit abmontiert sind. Und auch, wenn der Turm und die dazugehörige Gastro derzeit geschlossen sind. Packt Euch daher unbedingt ein kleines Essenspaket ein, sonst könntet ihr das Magenknurren eures Nächsten mit einem Bärengrollen verwechseln.

Wer den Überblick nicht verlieren möchte, kann sich direkt zu Beginn einfach ein Foto vom Lageplan machen

Wir haben uns eine Strecke von zehn Kilometern ausgeguckt, die direkt am Parkplatz vom Waldkater startet. Von hier aus sind wir direkt den Schildern in Richtung Annaturm gefolgt. Auf Grund der leichten Steigung und des steinigen Bodens empfehlen wir festes Schuhwerk. Auf beliebten Outdoor-Seiten wie beispielsweise komoot.de [1] wird die Strecke deswegen und wegen ihrer Länge als „mittelschwer“ bezeichnet. Sofern Ihr aber eine völlig normale Grundkondition habt und gut zu Fuß seid, ist es eine sehr einfache Strecke, für die wir schlussendlich inklusive Snackpause und Blödeleien zwei Stunden gebraucht haben. Lasst Euch also von der Bezeichnung „mittelschwer“ bitte nicht abschrecken. Am dann doch relativ unspektakulären Annaturm angekommen, haben wir uns für einen Rückweg über die Wasserräder entschieden. Der direkte Rückweg wäre zwar kürzer, aber wer will das schon, wenn das Laub so schön unter den Füßen knistert? Das Schöne an dem Wasserräder-Bach ist, dass er auch ganz ohne diese einfach wie verzaubert aussieht. Wahrscheinlich ohne das ganze Drumherum noch viel mehr. Unterwegs muss Euch auch gar nicht groß langweilig werden. Es können Bäume bestimmt werden, Holz für heimische Schnitzarbeiten gesammelt werden, oder aber Ihr sucht euch einen wunderbaren schönen Wanderstock und spielt einfach eine Runde Gandalf. Nach einem Besuch am Bach sind die Fingerkuppen dann aber doch trotz der Handschuhe etwas eingeeist, deswegen geht es schnell zurück nach Hause.

Wir wissen, dass die meisten Menschen die Kälte im Winter gerne meiden und ihre Zeit am allerliebsten drin verbringen. Aber mit einer schönen winterlichen Wanderung könnt Ihr durchaus auch Euer Immunsystem unterstützen und Euch für die verschniefte Zeit wappnen. Anschließend schmeckt ein alkoholfreier Apfelpunsch oder ein waschechter Glühwein übrigens doppelt so gut. Also auf in den Deister und vergesst die Mützen und Handschuhe nicht!

Donnerstag, 3. Dezember 2020:
Winterliche Wanderung zum Annaturm, Start am Parkplatz Waldkater, Am Waldkater 4, 30974 Wennigsen, Beginn jederzeit möglich, Eintritt frei

(Fotos: Susanne Viktoria Haupt)

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