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Düster im Dezember

Krimi-Hit aus Großbritannien: Netflix bringt endlich BBCs „Luther“ zurück auf die Streaming-Plattform

„Luther“ ist zurück: Krimi-Fans jubeln

Ob ich Angst vor Hammern habe? Möglicherweise. Ob daran die britische Krimi-Serie „Luther“ Schuld ist? Eventuell. Ich mag es gerne düster und ich habe einen Faible für britische Serien. Da trifft „Luther“ genau meinen Nerv. Im Zentrum des Geschehens steht D.C.I. John Luther (fantastisch gespielt von Idris Elba), einem Detective mit zugegebenermaßen zweifelhaften Temperament und unkonventionellen Strategien im Herzen Londons. Zu Beginn der ersten Folge kehrt Luther gerade aus einer längeren Zwangspause zurück. Ursache für eben diese war der Sturz eines Kinderschänders, an dem Luther – je nach Blickwinkel – nicht ganz unschuldig zu sein schien. Neben dem vorübergehenden Verlust seines Jobs hat er auch noch seine große Liebe Zoe (Indira Varma) verloren, die zwar immer noch ein wenig Liebe für ihn übrig hat, sich aber sonst in den Armen ihres neuen Partners Mark (Paul McGann) deutlich wohler zu fühlen scheint. Sein Leben ist also momentan alles andere als rosig, und ich kann Euch sagen, dass es im Laufe der Serie auch nicht wirklich besser wird.

Denn in den folgenden fünf Staffeln muss sich Luther immer wieder gegen interne Verschwörungen stellen, gegen alte und neue Feinde kämpfen und vor allem Täter*innen der übelsten Sorte überführen. Habe ich schon den häufigen Einsatz von Werkzeug erwähnt? Ich mag wirklich keine Hammer mehr. Luther jagt prinzipiell den schlimmsten Abschaum und dehnt dabei nur zu gerne mal die Grenzen etwas aus. Das Gute ist aber, dass es zumindest nahezu durchgängig immer zwei Menschen an seiner Seite gibt, die für ihn einstehen. Da wäre einmal sein neuer Partner DS Justin Ripley (Warren Brown), der zwar noch etwas grün hinter den Ohren ist, aber ganz loyal zu seinem Vorgesetzten steht. Und natürlich die brillante und gleichzeitig psychopathische Alice Morgan (Ruth Wilson, denn keiner kann das so gut spielen), die wie ein kleines Teufelchen nicht von Luthers Schulter weicht und ihm eine ebenso treue Gefährtin ist. Daneben gibt es immer wieder weitere bekannte Gesichter zu entdecken, wie beispielsweise in Staffel 4 mit GoT-Liebling Rose Leslie als DS Emma Lane.

Unterm Strich hat auch „Luther“ natürlich seine kleinen Schwachstellen. Die ein oder andere Folge erfordert etwas Durchhaltevermögen und so mancher Erzählstrang ist nicht unbedingt förderlich für die Gesamt-Story. Alles in allem kann „Luther“ aber vor allem durch seinen hervorragenden Cast punkten und lässt die Herzen von Krimi-Fans höher schlagen. Auf Netflix findet Ihr allerdings bisher nur die ersten vier Staffeln. Die Fünfte müsst ihr Euch irgendwo leihen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Und wer es danach noch etwas ekliger haben möchte, der wechselt auf Netflix direkt zur britischen Serie „The Fall – Tod in Belfast“ mit Gillian Anderson und Jamie Dornan. Das ist nun mal ein etwas anderes Vorweihnachtsprogramm.

Sonntag, 20. Dezember 2020:
„Luther“, Serie bestehend aus 5 Staffeln, 4 Staffeln sind auf Netflix verfügbar

(Foto: DVD-Cover)

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