Cosma Jo Gagelmann
25. Dezember 2020

Eine Reise in unsere Herzen

Am ersten Weihnachtsfeiertag kann man sich magische Stimmung zaubern: „Jingle Jangle Journey – Abenteuerliche Weihnachten!“ ist auf Netflix zu sehen

Jingle Jangle

„Jingle Jangle Journey“: Dieser Film zeigt, dass man niemals den Glauben an sich selbst verlieren darf

Ein Mädchen, das sehnsüchtig in die Flammen des Kamins im Wohnzimmer starrt, sieht darin magische Gestalten. Ihr Bruder, der dazu kommt, nicht. Das stimmt das Mädchen traurig, aber sie wird von ihrer Großmutter aufgemuntert, die den beiden eine Geschichte vorlesen will, die noch nie jemand vorgelesen bekommen hat.

Es geht darin um einen Erfinder namens Jeronicus Jangle (Forest Whitaker). Er besitzt einen Laden, in dem er Erfindungen verkauft. Seine Erfindungen sollen die Menschen glücklich machen. Seine Tochter (Anika Noni Rose) und seine Frau (Sharon Rose) wohnen mit ihm dort, und seine Tochter möchte auch eine Erfinderin werden. Eines Tages an Weihnachten wird ein spezielles Paket angeliefert, auf das Jangle schon lange wartet: Es ist eine Substanz, die einen Spielzeugmann namens „Don Juan“ zum Leben erwecken soll. Dies gelingt und Jangle und seine Familie freuen sich sehr. Jangles Gehilfe Gustafson (Keegan-Michael Key) hingegen ist sauer, da auch er eine Erfindung gemacht hat, die aber nicht reibungslos funktioniert. Er bräuchte die Hilfe von Jangle, dieser verweist ihn aber immer wieder auf den nächsten Tag.

Als der zum Leben erweckte „Don Juan“, der sich einzigartig findet, aber von Jangle gesagt bekommen hat, dass er bald millionenfach produziert wrrden soll, und Gustafson alleine sind, schnappen die beiden sich Jangles Erfindungsbuch und hauen ab. Jangle aber kehrt schnell in sein Labor zurück, da er Gustafson Weihnachtsessen bringen wollte und wird schier verrückt. Er kann  nichts mehr erfinden und hat keine Ideen mehr. Dann stirbt auch noch seine Frau und er entfernt sich von seiner Tochter, die, als sie älter wird, schließlich auszieht. Aus dem einst so magischen Laden wird nun ein Pfandhaus.

Jahre später erhält seine Nichte Journey (Madalen Mills), die auch Erfinderin ist, von ihrem Großvater einen Brief. Er muss schleunigst etwas erfinden, um die viele Rechnungen bezahlen zu können. Bei ihm angekommen, entdeckt Journey eine Erfindung von Jeromicus, die alles retten könnte: Einen Roboter namens Buddy 2000. Doch Jeronicus hat seinen Glauben verloren und Gustafson hat schon ein Auge auf die neue Erfindung geworfen und stiehlt auch diese. Nun ist Journey die letzte, die die Erfindung retten kann und auch ihrem Großvater wieder Lebensmut einhauen will…

Wer zu den Festtagen eine magische Weihnachtsstimmung schaffen will, dem empfehle ich „Jingle Jangle Journey“. Regisseur David E. Talbert hat diesen Weihnachtsfilm seinem Sohn gewidmet, damit dieser auch mal eine Weihnachtsgeschichte mit People Of Coulor sehen kann. Der Film ist voller Herzenswärme, aber auch mit viel Witz versehen. Die Lieder, die perfekt in dem Film integriert sind, beeindrucken mit ausgefallenen Choreografien und schönem Text. Und selbst wenn man kein Musical-Fan ist, nerven die Gesangseinlagen nicht, da sie genau passend sind und auch berühren. All die kleinen Details, die wie Jeronicus Zahnräder zu einem Setting verschmelzen und die fantastischen Kostüme reißen sofort mit. Die Geschichte wirkt authentisch und trotz der vielen magischen Dinge nicht kitschig, sondern angenehm. Besonders für Familien ist der Film schön anzusehen, aber auch zu zweit oder alleine kriegt man das schöne Gefühl, dass alles möglich ist, wenn man nur an sich selbst glaubt. Mit diesem Gefühl kann man dann super ins neue Jahr starten!

Freitag, 25. Dezember 2020:
„Jingle Jangle Journey“, Spielfilm von David E. Talbert, USA 2020, 124 min., verfügbar auf Netflix

(Foto: Filmplakat)

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Kategorien: Film, Tagestipps

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