Cosma Jo Gagelmann
29. Januar 2021

200, 500 oder 1000 Teile?

Heute ist der internationale Welt-Puzzle-Tag. Zeit, sich genauer über das Spiel zu informieren – oder einfach loszupuzzeln

Puzzle

Die meisten Menschen suchen erst die Randteile, aber man kann es angehen, wie man möchte: das Puzzle

Puzzeln. Das ist etwas, was Menschen aller Altersklassen gerne machen. Als Baby lernt man durch einfache Puzzles, wie Dinge ineinander passen. Und es macht Spaß, zusammen zu puzzeln und etwas zu schaffen. Einer sucht die Randteile, der andere baut die schon einmal zusammen. Ältere Menschen puzzeln auch, da es im Kopf fit hält. Besonders im Lockdown kann puzzeln helfen, seine Gedanken zu sortieren und durch das Suchen der richtigen Teile auch mal abzuschalten. Und Puzzles sind wiederverwendbar. Man kann sie immer wieder puzzeln oder sich an die Wand hängen. Wem das an Informationen über das Puzzeln noch nicht reicht, der bekommt hier ein paar interessante Fakten über das außergewöhnliche Hobby, denn heute ist der Welt-Puzzle-Tag!

Herkunft

1766 wurde das Puzzle in England von John Spilsbury erfunden. Auf Deutsch bedeuetet Puzzle „Rätsel“ oder „Verwirrung“. Spilsbury nahm eine Landkarte von Großbritannien, klebte sie auf ein Brett, zersägte sie anhand der damaligen Grafschaften und verkaufte es als „Lehrmittel zur Erleichterung des Erkunde-Unterrichts“. Die Teile waren natürlich glatt geschintten, anders als die heutige typische Form, die entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts. Die Puzzles wurden in Handarbeit hergestellt, bevor im 20. Jahrhundert die große Massenproduktion startete. Dadurch wurden die Puzzles natürlich günstiger.

Herstellung

Heute werden die Puzzles immer noch wie damals hergestellt. Ein Motiv wird auf Pappe gedruckt und mit einer Stanze in kleine Teile zerlegt. Diese Stanzen sind so individuell, dass kaum ein Puzzleteil dem anderen gleicht, bei besonders großen Puzzles müssen sogar mehrere verwendet werden. Je präziser die Zuschnitte sind, desto geringer kann man falsche Teile miteinander verbinden. Also sind die Qualitätsmerkmale eines Puzzles die Präzision, der Druck sowie die Stabilität der Farben.

Motive

Es gibt Puzzles mit allen möglichen Motiven, so dass jede*r bestimmt ein passendes Puzzle findet. Die Motive reichen von Tieren über Menschen und berühmte Gemälde bis hin zu schönen Landschaftsbildern und Skylines von bekannten Städten, die sich viele auch gerne in einem Bilderrahmen an die Wand hängen. Bei vielen Puzzle-Herstellern kann man auch ein Foto von sich einschicken und bekommt dann ein Puzzle.

Puzzle-Teile

Das größte Puzzle ist das aus dem Jahr 2020 von der Marke Grafika mit 54.000 Teilen. Es kostet 500 Euro und ist 8,64 Meter mal 2,04 Meter groß. Das kleinste Puzzle der Welt entstand im Laser Zentrum Hannover und besteht aus 100 Teilen, die alle die Größe eines Staubkorns haben. Es hat eine Gesamtfläche von fünf Quadratmillimetern.

Puzzle-Arten

Es gibt ein „App-Puzzle“, bei dem man per App auf dem Smartphone puzzeln kann. Das ist natürlich besonders praktisch für unterwegs. Bei einem „Shmuzzle“ haben alle Teile die gleiche Form, trotzdem kann man sie nur auf einem Weg zusammensetzen. Ähnlich ist das „Quassel-Puzzle“, bei dem es beim Zusammensetzen auf die abgebildeten Geschichtsteile oder Sprechblasen auf den Teilen ankommt. Für Krimi-Fans gibt es auch ein „Krimi-Puzzle“, bei dem man gleichzeitig eine Geschichte liest und beim Puzzeln versteckte Hinweise im Bild entdecken kann, die bei der Lösung des Falls helfen sollen. Ebenfalls außergewöhnlich ist das „Wasgij-Puzzle“. Wenn man den Namen rückwärts liest, heißt es „Jigsaw-Puzzle“ und somit erfährt man auch, wie man es puzzeln muss: rückwärts. Dabei ist das Motiv der Verpackung in einem anderen Blickwinkel als das Endergebnis. Weniger verwirrend ist der Puzzleball, bei dem alle Teile ein wenig gewölbt sind und beim Zusammensetzen einen Ball ergeben, den man sich dann ins Zimmer stellen kann. Ebenfalls als Dekoration benutzen kann man die „3D-Puzzles“, die meist ein Bauwerk sind, wie beispielsweise der Eiffelturm, das Brandenburger Tor oder das Empire State Building. Ähnlich sind die „Sculpture-Puzzles“, bei denen man eine Büste baut, in dem man die in Scheiben zerschnittenen Teile auf Stäbe puzzelt. Speziell für Kinder gibt es „Würfel-Puzzle“, bei denen das Motiv aus 12 bis 20 Quadraten besteht und man den richtigen Würfel an die richtige Stelle setzen muss, so dass sich das passende Motiv ergibt. Puzzeln kann man durch die „Web-Puzzles“ auch einfach online. Außerdem ist das „Tantrix“ eine interessante Puzzle-Art, da man die sechseckigen Plättchen, die entweder eine rote, blaue, grüne oder gelbe Linie haben, so aneinander legen muss, dass eine durchgehende Linie einer Farbe entsteht.

Los geht’s!

Wenn ihr jetzt drauflospuzzeln wollt, aber kein Spiel zu Hause habt, unterstützt doch gerne Eure lokalen Händler und schafft Euch ein cooles Puzzle an. Traut Euch ruhig, eines mit vielen Teilen zu kaufen, denn Puzzles kann man ganz einfach zur Seite legen, wenn man keine Lust mehr hat, und sie dann immer wieder hervorholen, wenn man dann doch wieder vom Ehrgeiz gepackt wird. Viel Spaß beim Puzzeln!

Freitag, 29. Januar 2021:
Internationaler Welt-Puzzle-Tag, auf allen ebenen Flächen möglich, alle Arten und Motive

(Foto: Hans-Peter Gauster/Wikipedia, Copyright: CC BY-1.0)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Medien, Tagestipps

Kommentiere diesen Artikel