Susanne Viktoria Haupt
14. Januar 2021

Zug um Zug durch die Welt

Kaum ein anderes Brettspiel passt so gut in diese Zeiten: „Zug um Zug“ von Alan R. Moon

Verreisen in Corona-Zeiten geht nicht? Aber doch! Zumindest beim Brettspiel „Zug um Zug“

Man mag es vielleicht kaum glauben, aber man kann derzeit durchaus noch andere Dinge tun, als Serien zu schauen. Das mag für die ein oder andere Person durchaus überraschend sein, aber so ist es tatsächlich. Nein, wir müssen nicht alle konsequent vor unseren Bildschirmen kleben. Glücklicherweise! Wir müssen uns nicht Miniserie um Miniserie geben oder aber alte Serien „dringend noch einmal schauen“, weil man ja „jetzt endlich die Zeit dafür hat“. Man könnte nun beispielsweise Schritt für Schritt die Welt da draußen entdecken oder aber Buch um Buch lesen. Oder aber eben „Zug um Zug“ spielen. Richtig gelesen, hier kommt wieder ein neuer Brettspiele-Tipp aus dem Hause langeleine.de. Persönlich ausgetestet von der selbsternannten Brettspiele-Expertin, also mir. Ich war schon als Kind ein Fan des Brettspieles, allen voran von den Klassikern „Mensch ärgere dich nicht“, „Mühle“ und „Sagaland“. Ich bin also kein Neuling auf dem Gebiet.

Zu Weihnachten bekamen wir von meiner besten Freundin tatsächlich das schon lange gewünschte Spiel „Zug um Zug“ geschenkt. Kennengelernt habe ich das Spiel als „Ticket to Ride“ durch Freund*innen in England. Immer wieder schwärmten sie mir von ihren sonntäglichen Spiele-Nachmittagen vor, bei denen sie ausschließlich dieses Spiel spielten. Es wanderte also von Monat zu Monat weiter hoch auf meiner Bedarfsliste an Brettspielen. Nun passt es auch ganz gut in diese Zeit, denn nicht nur, dass einerseits das Nachtzug-Netz wieder ausgebaut werden soll, ist es andererseits derzeit noch undenkbar, mit dem Zug irgendwohin zu fahren und Abenteuer zu erleben. Aber genau das in etwa macht man bei „Zug um Zug“. Aufgabe ist nämlich, mit winzigen Zügen ein möglichst praktikables Schienennetz zu bauen, dass einem auch richtig gut Punkte bringt. Je länger die gebaute Zugstrecke, desto mehr Punkte bekommt man natürlich. Um diese Aufgabe zu meistern, bekommt jede*r Spieler*in zu Beginn 45 Waggons und muss regelmäßig Wagenkarten ziehen.

Das Schöne an „Zug um Zug“ ist nicht nur, dass man brennende Reiselust bekommt, sondern sich dank zahlreicher Erweiterungen auch noch in den verschiedenen Ländern ausprobieren kann. Während sich das Grundspiel auf Nordamerika konzentriert, kamen mit der Zeit Sonder-Editionen für beispielsweise Europa und Asien heraus sowie Maps für einzelne Länder, darunter Frankreich, Schweiz und auch Polen. Dazu gibt es noch exklusive Sonder-Editionen für New York, London und Amsterdam. Mit dem Zug also um die Welt? Bei diesem Spiel ist es möglich. Gespielt werden kann übrigens schon ab zwei Spieler*innen, was es gerade in Corona-Zeiten sehr attraktiv macht. Die Spieldauer ist mit 60 bis 90 Minuten angegeben und abzüglich der Lachanfälle kommt das auch ungefähr hin. Mit knappen 30 Euro je nach Anbieter*in liegt „Zug um Zug“ auch preislich im Mittelfeld. Dafür können wir aber durchaus einiges an Spaß garantieren.

Donnerstag, 14. Januar 2021:
„Zug um Zug“, Brettspiel von Alan R. Moon, Preis: ca. 28 Euro

(Foto: Pressefoto/Spiele-Cover)

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Kategorien: Sports, Tagestipps

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