Cosma Jo Gagelmann
9. März 2021

„Come on, Barbie, let’s go Party“

Entweder man hasst sie oder man liebt sie: Barbie. Sie wird heute 62 Jahre alt und sieht trotzdem keinen Tag älter aus

Barbie backt Waffeln

Irgendwie aus der Zeit gefallen: Barbie backt Waffeln und Eierkuchen

Ihr voller Name ist Barbara Millicent Rogers. Sie ging in Kalifornien und New York zur Schule, hat mehrere Doktortitel, besitzt einen Führerschein sowie eine Piloten-Lizenz. Einmal kandidierte sie sogar für das Amt der US-Präsidentin. Die Rede ist natürlich tatsächlich von Barbie. Mädchen finden sie toll und spielen gerne mit ihr, aber bei vielen Frauen sorgte sie mit ihrem Schönheitsideal, an dem viele Mädchen sich messen lassen mussten, für großen Unmut. Interessant daran ist auch, dass Wissenschaftler herausfanden, das ein menschliches Wesen mit Barbies Maßen gar nicht existieren könnte, da der dünne Körper keinen Platz für all unsere lebensnotwendigen Organe hätte. Nach Barbie wurde auch eine psychische Krankheit benannt: Das „Barbie-Syndrom“ bezeichnet den Wunsch, wie eine Puppe aussehen zu wollen. Doch trotz all dieser Kritik ist und bleibt Barbie die wohl beliebteste Spielzeugpuppe der Welt. Außerdem ist das Pink, das Barbie viel trägt, inzwischen als „Barbie-Pink“ eine eigenständige Farbe und rechtlich geschützt.

Ruth Handler heißt die Frau, die die berühmte Puppe erfand. Im Jahr 1959 wurde ihre Erfindung auf der American Toy Fair in New York präsentiert. Ihr Ziel: Sie wollte ihrer Tochter eine Puppe schaffen, die sie vielfältig anziehen kann und die sich in vielen Welten, vom Eigenheim über den Strand bis hin zum Skiurlaub, anpassen kann. Ebenfalls sollte die Puppe jedem Beruf und jeder Aktivität nachgehen können. Handlers Traum war es, allen Mädchen die Haltung zu geben, dass sie alles schaffen können und alles werden können, was sie wollen.

Barbie ist nicht die einzige Figur aus ihrer Puppen-Welt. Die männliche Version wurde dann Ken. Im Jahr 2005 trennten sich die beiden und Barbie war mit Blaine zusammen. Doch im Jahr 2011 versuchte Ken, sie mit einem riesigen Plakat in New York zurückzugewinnen, auf dem „Barbie we may be plastic but our love is real“ stand – und er hatte Erfolg. Außerdem hat Barbie noch einige weibliche Freundinnen, die sie auf ihren Abenteuern begleiten. Vor allem die vielen Barbie-Filme, in denen klassische Geschichten wie „Der Nussknacker“, „Rapunzel“ und „Schwanensee“ als Barbie-Welt inszeniert wurden, wurden allgemein bekannt. Zwar vermittelten manche dieser Filme das Ideal, das man als Frau von einem Mann gerettet werden muss, aber je moderner und neuer die Filme wurden, desto selbstständiger und unabhängiger wurde die Barbie-Heldin.

Heute wird alle drei Sekunden eine Barbie-Puppe verkauft. Zwar sieht Barbie immer noch aus wie Barbie, trotzdem gibt es jetzt auch andere, vielfältigere Puppen im Sortiment. Seit 2016 gibt es dünne, dicke, große und kleine Barbies. Anfang November 2017 wurde die erste Barbie mit Hidschab, einer muslimischen Kopfbedeckung, angekündigt. In selben Monat kam eine Barbie mit einem „Love wins“-T-Shirt auf den Markt, als Zeichen für gleichberechtigte Liebe. Außerdem werden auch viele berühmte Persönlichkeiten als Barbie oder Ken dargestellt.

Im Jahr 2018 wurde am 8. März zum Weltfrauentag eine Serie von 19 berühmten weiblichen Persönlichkeiten vorgestellt. Seit 1997 gibt es Becky, die im Rollstuhl sitzt. Im 21. Jahrhundert ist es wichtig, dass sich alle Frauen in Barbie und ihren Freund*innen wiederfinden können. Natürlich darf auch der Spaß nicht vergessen werden, deswegen ist der heutige Tag ein guter Anlass, um die Barbie-Puppe herauszuholen. Und wenn man selber nicht damit spielen möchte, kann man sie ja an jemand anderen weitergeben.

Dienstag, 9. März 2021:
Barbies Geburtstag, überall feierbar

(Foto: Wikipedia/Miriam Guterland, Copyright: CC BY-SA 3.0))

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Kategorien: Politik, Tagestipps

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