Cosma Jo Gagelmann
25. März 2021

Viel grüne Seele und ein Kulturzentrum

Der Kronsberg ist Hannovers höchster Berg. Den dazugehörigen Stadtteil mit seinen Besonderheiten hat Faust-TV besucht

Recyclinghaus Kronsberg

Das erste Recylinghaus Deutschlands steht im Stadtteil Kronsberg und es ist nur eines von vielen zukunftsorientierten Projekten

Am Stadtrand von Hannover gibt es einen Stadtteil, der sich heute schon mit der Zukunft befasst. Der Kronsberg, nach dem der Stadtteil benannt ist, liegt östlich hinter diesem und ist mit einer Höhe von 118 Metern Hannovers höchster Berg. Von ihm aus kann man die Skyline der niedersächsischen Landeshauptstadt bestaunen. Nach der EXPO 2000 wurden die rund 3000 Wohnungen am Kronsberg errichtet und es wurde vor allem Wert auf eine nachhaltige Bauweise gelegt. Davon zeugt beispielsweise auch das Recyclinghaus, welches das erste seiner Art in Deutschland ist. Im Jahr 2019 erhielt es sogar den Bundespreis in der Kategorie „Umwelt und Bauen“. Es gibt also viel zu entdecken in diesem grünen Stadtteil.

Mittlerweile ist dies die vierte Faust-TV-Sendung mit dem Schwerpunkt Statdtteilkultur, die sich heute den vielen Facetten des Kronsberges widmet. Zu Gast ist Parisa Hussein-Nejad, die Leiterin des Stadtteilzentrum KroKuS, das sich im Stadtteil für öffentliche Kunst sowie Kultur einsetzt, damit auch dieser Bereich am Kronsberg nicht zu kurz kommt. Im KroKuS gibt es neben der Stadtteilbibliothek noch viele weitere interessante Räume, in die es sich lohnt, einen Blick hineinzuwerfen.

Außerdem im Gespräch ist auch der Künstler Edin Bajric, der über seine Arbeit spricht, beispielsweise zu seinen künstlerischen Projekten am Kronsberg, bei denen auch eine einzigartige Freiluftgalerie eine Rolle spielt. Ebenfalls wird heute einer der spannendsten Clubs in Hannover vorgestellt: das schwul-lesbische Kultur- und Veranstaltungszentrum Schwule Sau, das genauso alt ist wie das Kulturzentrum Faust, aber zum 30-jährigen Jubiläum akut in der Existenz bedroht ist. Es bietet gerade queeren Menschen einen Schutzraum, ist aber nach einem Jahr Lockdown in Schieflage geraten, Öffnungsperspektiven fehlen. Wie schafft man es also, zu überleben? Im Studio wird dazu mit Alexander Lawiszus und Fabian Himstedt gesprochen.

In der Rubrik „Der besondere Laden“ geht es um das Projekt „starke:frAuen“. Es wird ehrenamtlich von Sozialarbeiter*innen geführt und will auf die Situation von wohnungs- und obdachlosen FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, Inter-, Trans, Non-binär und asexuelle Personen) aufmerksam machen. Wie man sich um diese Personen inmitten einer Pandemie kümmert und ihnen Beistand gibt, wird in einem Einspieler gezeigt.

Wie üblich sorgt die Studioband Joy Bogat, die man auch bei jeder Sendung durch die witzigen Fakten der Moderator*innen ein wenig mehr kennenlernt, für den passenden Sound zwischen den Interviews. Ihre gefühlvollen sowie starken Songs will keiner mehr missen. Natürlich darf auch Tobias Kunze mit seiner literarischen Kolumne, in der er tagesaktuelle Themen aufgreift und anspricht, nicht fehlen. Die besten Vorraussetzungen, um einen weiteren hannoverschen Stadtteil besser kennenzulernen!

Donnerstag, 25. März 2021:
„Faust-TV – Der Hannover-Kultur-Talk“, Live-Stream auf der Website des Kulturzentrum Faust, Beginn: 20 Uhr

(Foto: Cosma Jo Gagelmann)

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Kategorien: Medien, Tagestipps

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