Jörg Smotlacha
26. März 2021

Die Welt ist fremd

Auf seiner Digitalen Bühne zeigt das Schauspielhaus Hannover derzeit szeneische Text in Kooperation mit der Uni Hildesheim

"Kotzen!" von Henrik Hintze, Pressefoto

Wie soll man sich bloß verhalten? „Kotzen!“ von Henrik Hinze, Pressefoto

Drei junge Menschen (Nikolai Gemel, Nicolas Matthews und Viktoria Miknevich) wissen nicht, wie sie sich in ihrer Welt zu verhalten haben. Sie haben miese Jobs in Frittenbuden und Probleme damit, ihre Miete zu bezahlen. Doch was tun? Demonstrieren hilft nicht und die Welt da draußen ist zum Kotzen, zumindest, wenn man dem glaubt, was man an den Bildschirmen sieht.

In Kooperation mit dem Literaturinstitut der Universität Hildesheim präsentriert das Schauspielhaus Hannover auf seiner aktuellen Digitalen Bühne szenische Texte. Sieben Autor*innen haben über ein Semester lang an Stückentwürfen gearbeitet und geben in sieben verschiedenen Ansätzen Einblicke in ihre Perspektiven und Auseinandersetzungen mit der Welt. Und da passieren seltsame Sachen: Zum Beispiel kapiert ein Mann mit einem Gutschein nicht, was in der Sauna entspannend sein soll. Und in einer Raumkapsel empfangen drei Astronaut*innen rätselhafte Nachrichten von der Erde. Und irgendwo zwischen Nizza und Moskau versucht jemand, Bratpfannen zu verkaufen…

Und heute nun also: „Kotzen!“ – eine absurde Geschichte über das Verzweifeln an den eigenen Handlungsspielräumen der Indifferenz der Welt. Geleitet wird das Writer’s Studio von Saskia Nitsche von der Universität Hildesheim und Annika Henrich vom Schauspiel Hannover. Regie führt Oliver Meyer.

Freitag, 26. März 2021:
„Kotzen!“, Szenische Lesung von Henrik Hinze, Writer’s Studio, Schauspielhaus Hannover, Digitale Bühne, Live-Stream, Beginn: 21 Uhr, Eintritt frei

(Foto: Pressefoto/Niedersächsisches Staatstheater)

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Kategorien: Bühne, Literatur, Medien, Tagestipps

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