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Wilhelm Busch und seine Freund*innen wandern ins Netz

Auch im Museum Wilhelm Busch weht trotz Pandemie ein lebendiger Geist. Auf dem hauseigenen YouTube-Kanal gibt es kleine Kunsthäppchen für Zwischendurch

Ronald Searles Geburtstags-Ausstellung wurde bis Ende Mai verlängert. Auf dem YouTube-Kanal des Museums Wilhelm Busch kann man sich aber auch schon ein wenig Hintergrundwissen abholen

Wer mittlerweile immer noch keine Sehnsucht nach beleuchteten Bühnen, Wänden voller Kunst und charismatischen Live-Klängen hat, der muss wahrlich ein Kulturbanause sein. Wie schön wäre es zum Beispiel, wenn man einfach wieder frei und unbedarft durch die Museen streifen könnte? Und nebenbei könnte man im Idealfall noch der ein oder anderen Führung lauschen. Denn egal mit wie viel angeblichen Vorwissen wir durch die Ausstellungen wandern, die echten Expert*innen sind und bleiben die Kunstvermittler*innen. Ja, unsere Gehirnmasse hat es gerade nicht leicht, an neuen Input zu kommen. Und sich selbst andauernd zur Wissenserweiterung zu ermutigen, ist ebenfalls nicht einfach. Was können wir also machen, so lange die heiligen Hallen der Kunst noch verschlossen sind?

Nach dem bereits andere Museen, wie beispielsweise das Sprengel Museum, den Schritt in die digitale Kunstvermittlung erfolgreich unternommen haben, hat auch das kleine, aber feine Museum Wilhelm Busch ein Online-Konzept zur Vermittlung aufgebaut. Auf dem hauseigenen YouTube-Kanal [1] servieren die Direktor*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Museums kompakte Kunsthäppchen. Auf der einen Seite widmen sie sich dabei natürlich der eigentlich gerade laufenden Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstags des britischen Zeichners Ronald Searle. Getreu dem Motto „Wenn Ihr nicht zur Ausstellung kommen könnt, kommt die Ausstellung zumindest ein klein wenig zu Euch“ können Interessierte hier ein wenig Hintergrundwissen über Searle und seine Arbeit abholen. Aber natürlich wird ebenso ein Blick auf das Leben und Wirken von Wilhelm Busch geworfen. Dabei stehen sowohl sein Klassiker „Max und Moritz“ wie auch seine Ölgemälde und Selbstbildnisse im Fokus. Spätestens nach diesem Genuss fiebert Ihr der Wiedereröffnung des Museums innig entgegen und wollt noch mehr über den Eigenbrödler aus dem Norden erfahren.

Samstag, 3. April 2021:
Kunstgenuss Digital, Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Beginn jederzeit möglich, kostenfrei abrufbar auf dem YouTube-Kanal des Museums [1]

(Foto: Pressefoto/Museum Wilhelm Busch/Ausstellungsplakat)

[2]
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