Jörg Smotlacha
2. April 2021

Judas und Jesus

Das Schauspielhaus Hannover zeigt Lot Vekemans‘ Inszenierung von „Judas“ auf der Digitalen Bühne

"Judas", Pressefoto

Erzählt endlich seine Version der Geschichte: „Judas“, Pressefoto

Judas Iskariot stellt im Neuen Testament einen der zwölf Jünger von Jesus dar. Schließlich ermöglicht er durch eine Art von Verrat Jesus‘ Festnahme in Jerusalem durch Kräfte der Tempelpolizei mit der Folge, dass Jesus anschließend an die Römer ausgeliefert und gekreuzigt wird. Dadurch wurde der Name „Judas“ zum Inbegriff des ultimativen Verrats. Gleichwohl gibt es in der Theologie verschiedene Auslegungsweisen, unter anderem auch diejenige, die in Judas einen Jünger sieht, der die Erlösungsgeschichte durch seinen Verrat erst möglich macht, damit im Dienst Jesu stand und sogar als dessen Befreier gilt.

Die niederländische Autorin Lot Vekemans lässt JUdas nun in ihrem Theater-Monolog zum ersten Mal selber sprechen. Judas tritt endlich ins Rampenlicht aus dem Schatten der jahrhundertelangen Verachtung und lässt uns teilhaben an seiner Geschichte, die wir alle zu kennen glauben und die vor mehr als 2000 Jahren begann. Dabei will er nicht entschuldigen oder rechtfertigen, sondern nur seine Geschichte erzählen – die von Judas und Jesus.

Freitag, 2. April 2021:
„Digitale Bühne: Judas“, Theaterstück, Schauspielhaus Hannover, Online-Veranstaltung auf Zoom, Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt frei

(Foto: Pressefoto/Niedersächsisches Staatstheater/Kerstin Schomburg)

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Kategorien: Bühne, Tagestipps

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