Susanne Viktoria Haupt
26. April 2021

It’s all about the money?!

Warum es dem Staat an Geld eigentlich nicht mangelt und wie die derzeitige Krise auch finanziell zu schaffen ist, erklärt heute Abend der Ökonom Maurice Höfgen im Podcast des Literarischen Salons

Maurice Höfgens „Mythos Geldknappheit“ will den Weg aus den Krisen weisen. Zumindest, was die Finanzen angeht

Zunächst einmal ein Juhu, weil der Literarische Salon aus seiner Frühjahrspause zurück ist. Ja, wir hatten auch auf ein Live-Wiedersehen gehofft, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Bis auf Weiteres verbleibt der Literarische Salon allerdings im Online-Modus und verschönert uns den Lockdown mit Podcast-Formaten. Auch nicht schlecht, finden wir zumindest. Für die erste Veranstaltung im Frühjahr haben sie sich etwas ganz besonderes ausgesucht, denn hier wird eine Frage bearbeitet, die in letzter Zeit tatsächlich regelmäßig aufgekommen ist. Wo kommt eigentlich das Geld für die Krise her? Auf einmal werden beispielsweise Millionen in die Fluggesellschaften gesteckt und nicht wenige Menschen fragen sich – völlig zu recht – woher das Geld auf einmal kommt und warum es zuvor nicht für Bildung, Obdach oder ähnliches locker gemacht wurde. Gleichzeitig fragt man sich, wie der Staat all die gescheiterten wirtschaftlichen Existenzen auffangen will, wo doch auch die Kaufkraft um über 1000 Euro pro Jahr gesunken ist und sich so alles offenbar nur noch spärlich selbst trägt. Und was ist denn mit den ganzen Nothilfen, die ausbezahlt wurden? Dass sie berechtigt sind, dürfte außer Frage stehen. Aber wo kommt das Geld dafür her? Und wer sind am Ende die wahren Leidtragenden?

Maurice Höfgen ist ein echtes Finanzgenie. Er ist nicht nur studierter Ökonom, sondern arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag an der Finanzpolitik mit. Höfgen ist vor allem spezialisiert auf die sogenannte Modern Monetary Theory und erklärt im Podcast mit dem Literarischen Salon heute, warum es eigentlich so etwas wie Geldknappheit gar nicht gibt und der Staat noch ganz viel handlungsspielraum hat, wenn er ihn denn haben will. Auch erklärt er, warum sich hier und da durchaus Schulden auszahlen können. Auch lassen sich Krisen wie die Coronakrise, Arbeitslosigkeit, die Klimakrise und auch die Flüchtlingskrise eigentlich finanziell sehr gut stemmen, wenn man denn die Bereitschaft dazu hat. Sein Motto: Am Geld muss es nicht scheitern. Das klingt ganz nach einem sehr nachhaltigen und revolutionären Wirtschaftsmodell. Wer nun wissen will, was wirklich alles dahinter steckt, hat ab 20 Uhr die Chance auf Erleuchtung. Dann geht nämlich die Podcastfolge mit Maurice Höfgen online. Und danach kann man sich auf dem Spotify-Account des Literarischen SalonsSpotify-Account des Salons auch direkt noch einige der älteren Folgen anhören. Wir freuen uns zumindest auf weitere spannende Gespräche von und mit dem Team vom Literarischen Salon.

Montag, 26. April 2021:
„Modern Monetary Theory – Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Ganz einfach: der Staat“, Maurice Höfgen im Gespräch mit dem Literarischen Salon, ein Podcast des Literarischen Salons Hannover, Abrufbar ab 20 Uhr auf dem Spotify-Account des Literarischen Salons

(Foto: Buchcover)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Medien, Politik, Tagestipps

Kommentiere diesen Artikel