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Hans-A-Plast und ihr zeitloser Feminismus

Musik x Feminismus: 1979 erschien das Debüt-Album der hannoverschen Punk-Band Hans-A-Plast. Es ist sehr feministisch und immer noch aktuell

Eine brennende Ratte: Album-Cover von Hans-A-Plast

„Ich bin so gut im Kinderkriegen / Ich bin so gut im Hintern wackeln / Ich bin so gut im Tüten schleppen / Ich kann auf hohen Schuhen geh’n / Für ’ne Frau – gut.“

Hans-A-Plast schufen mit ihrem gleichnamigen Debüt ein Album, dass auch nach 42 Jahren Feminist*innen zur Seite steht. Deutsch-Punk irgendwo zwischen Nina Hagen und The Slits, aber dennoch völlig anders. Provokante Texte und lauter, schriller Gesang von Annette Benjamin, die damals erst 19 Jahre alt war. Hans-A-Plasts Texte galten als Antwort auf das Verhalten mancher Männer. Sie sollen zeigen, dass auch Frauen frech und rotzig sein können. Es geht um Männer (in Lederhosen), Sex, Kapitalismus, die Polizei und natürlich um starke Frauen.

„Du bist so’n geiler Lederhosentyp / Oh, oh, ich kann dich ja so ab! / Lass‘ mich auf deinen Lederarsch schau’n / Lass‘ mich zwischen deine Beine hau’n.“

Insgesamt drei Alben nahm die Band auf, wovon das nach dem Bandnamen betitelte „Hans-A-Plast“ das erfolgreichste blieb. Die Platte beherbergt Songs wie „Rock’n’Roll Freitag“, „Lederhosentyp“, „Für ’ne Frau“ und „Hau ab du stinkst“. Typisch für Punk sind die Songs kurz – alle außer „Es brennt“ dauern anderthalb bis zwei Minuten. Nach drei Alben wollte das Projekt nicht mehr so richtig hinhauen, weshalb Hans-A-Plast sich 1983 auflösten. Doch ihre Musik begleitet Hannover und ganz Deutschland noch heute.

Hans-A-Plast: „Hans-A-Plast“ auf Spotify [1]

Hans-A-Plast: „Rock’n’Roll Freitag“ auf YouTube [2]

(Foto: CD-Cover)

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