Selten gespieltes Frühwerk
von Kathrin Tegtmeier Samstag, 24. Juni 2006Anton Tschechows “Iwanow” im Schauspielhaus
“Iwanow”, inszeniert vom Schauspielhaus Zürich, zu Gast in Hannover
Auf großen Füßen ist Iwanow losgezogen, um Bildung und Gerechtigkeit in seine provinzielle Heimat zu bringen. Es ist keine Zeit für falsche Sentimentalitäten. Iwanow scheut keine Landreform und keine Ausgaben und heiratet eine Jüdin. Zehn Jahre später ist Iwanow am Ende: Er ist bis über die Ohren verschuldet und verrufen, und die eigene Ehefrau hält ihn für einen Heiratsschwindler. Doch die Gattin ist unheilbar krank und die reiche Nachbarstochter unsterblich in Iwanow verliebt. So liegt es auf der Hand, die eine Frau unter die Erde zu bringen, um die andere geschwind zum Altar zu führen…
Mit Michael Maertens in der Titelrolle hat Regisseur Matthias Hartmann vom Schauspielhaus Zürich Anton Tschechows selten gespieltes Drama “Iwanow” inszeniert. In der Tragikomödie, die aus Tschechows Frühwerk stammt, agieren die Schauspieler hart an der Grenze zwischen Wirklichkeit und Spiel. Die “Neue Zürcher Zeitung” sprach von einer “Meisterleistung”. An diesem Wochenende ist das Ensemble aus der Schweiz zu Gast im Schauspielhaus Hannover.
Samstag, 24. Juni 2006:
“Iwanow” von Anton Tschechow, Schauspielhaus, Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 11,50 bis 29,50 Euro
weitere Aufführung: Sonntag, 25. Juni 2006, Beginn:17 Uhr
(Foto: Leonard Zubler)
Rubrik: Tagestipps, Bühne
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