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Kunst überwindet Grenzen

In der Kunsthalle Faust werden aktuell Werke geflüchteter Künstler*innen gezeigt: „Love without Borders“

Cedric Tuzolana

27 Jahre alt und glücklich, in Griechenland zu sein: Der kongolesische Künstler Cedric Tuzolana verarbeitet seine Fluchterfahrungen

Die Zahl ist erschreckend und sollte uns eine Mahnung sein: 2020 waren rund 80 Millionen Menschen aufgrund von Konflikten, Gewalt und Verfolgung auf der Flucht. Dabei waren über 30 Millionen Kinder. Viele von ihnen sind auf der Suche nach einem besseren Leben, doch kann davon selten die Rede sein, dieses auch zu finden, wenn sie versuchen, in der Europäischen Union neu anzufangen.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die meisten in Europa angekommenen Geflüchteten erst einmal arbeitslos sind und langjährige Verfahren mit Behörden durchfechten müssen, bevor sie auch nur die Chance haben, ein neues Leben anzufangen. Dabei haben sie vor ihrer Flucht als Bäcker*innen, Köch*innen und Konditor*innen, Elektriker*innen, Tischler*innen und Maurer*innen. Ärzt*innen, Jurist*innen und Ingenieur*innen gearbeitet. waren vielleicht Musiker*innen und Maler*innen. Nun aber sind sie nur noch Asylsuchende, abgeschoben in Lager.

Dem zumindest ein wenig entgegenwirken möchte die Organisation „Love without Borders“, die seit 2017 Geflüchteten unter anderem Kunst-Utensilien zur Verfügung stellt, damit diese sich kreativ ausleben können. In Hannover ist nun erstmalig eine achttägige Ausstellung zu sehen, die einen Einblick in die Lebenswelt geflüchteter Menschen gibt und den Künstler*innen die Anerkennung und Aufmerksamkeit gibt, die sie verdienen. Zu sehen noch bis kommenden Sonntag in der Kunsthalle Faust.

Montag, 9. August 2021:
„Love without Borders“, Ausstellung, Kunsthalle Faust, Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover, geöffnet: 16-20 Uhr, Eintritt frei

(Foto: Pressefoto/Kunsthalle Faust/Cedric Tuzolana)

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