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Wenn der Staat gegen Deine Freiheit ist

Dass Geheimdienste gerne politische Aktivisten infiltrieren, ist leider nichts Neues. Der Film „Judas And The Black Messiah“ zeigt die Verstrickungen des FBI in der Black Panther-Bewegung

Die Revolution ist ein Dorn im Auge des FBI: „Judas and the Black Messiah“, Filmplakat

Wir befinden uns Ende der 60er-Jahre im Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die afroamerikanische Bevölkerung lehnt sich gegen die rassistischen Wurzeln des Systems auf. Die Black-Panther-Bewegung ist Dreh- und Angelpunkt der Konflikte. Kein Wunder, dass die Black Panther in den Fokus von FBI-Ermittlungen rücken. Es gilt die Devise, die Bewegung aus ihrem Inneren zum Erliegen zu bringen. So kommt es, dass der Kleinkriminelle William O’Neal (Lakeith Stanfield) einwilligt, für das FBI zu arbeiten und verdeckt bei den Panthers eingeschleust wird, um den Anführer und Vorsitzenden Fred Hampton (Daniel Kaluuya) auszuspionieren. Gefällt er sich anfangs noch in der Rolle, sowohl die Black Panther als auch seinen Vorgesetzten beim FBI an der Nase herumzuführen, ändert sich seine Situation langsam, als er sich in die Mitaktivistin Deborah (Dominique Fishback) verliebt. Für O’Neal beginnt ein innerer Konflikt mit unbekanntem Ausgang…

Die auf Tatsachen beruhende Geschichte wurde von Regisseur Shaka King verfilmt und ist dessen erster großer Kinofilm. Im Laufe seiner Karriere zeichnete er unter anderem für die Kurzfilme „Cocoa Loco“, „Mulignans“ und „LaZercism“ verantwortlich. In letzterem setzte er sich bereits thematisch mit Rassismus auseinander. „Judas and the Black Messiah“ war ein voller Erfolg und überzeugte Kritiker*innen durch die Bank. So erhielt der Film eine Zustimmungsrate von satten 96 Prozent. Das kommt aber auch nicht von ungefähr: Black Panther-Anführer Fred Hampton wird von dem jungen Ausnahmetalent Daniel Kaluuya gespielt – und das hat er offenbar so überzeugend getan, dass er für „Judas and the Black Messiah“ seinen ersten Oscar als bester Nebendarsteller bekommen hat. Also, testen lassen, Maske auf, und ab ins Apollo!

Samstag, 14. August 2021:
„Judas And The Black Messiah“, Filmdrama von Shaka King, USA 2021, 126 min., Apollo-Kino, Limmerstraße 50, 30451 Hannover, Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 8 Euro

(Foto: Filmplakat)

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