Roman Kansy
16. September 2021

Hits from the Bong

Für Fans dröhnender Bassläufe, grüner Kräuter und Black Sabbath: Dopelord im Béi Chéz Heinz

Dopelord bringen Konzerthallen zu Beben: Heute ist das Chéz Heinz an der Reihe

Auch wenn es nicht ohnehin schon mehr als genug Gründe für eine Impfung gäbe, ist der neben dem Schutz der eigenen Gesundheit zentrale Punkt für die Spritze, endlich wieder an der kulturellen Welt teilhaben zu können. Also Konzerte nicht mehr in Jogginghose vor dem heimischen Bildschirm beiwohnen zu müssen, sondern Musiker*innen so richtig live und zum Anfassen vor der Bühne lauschen zu können.

Heute Abend haben sich die mehr als grandiosen und herrlich unorthodoxen polnischen Doom- und Pot-Heads von Dopelord in die düsteren Kellerräume des Béi Chéz Heinz verirrt. Quasi der bebende Stachel im Fleische der PiS-Partei. Doom-Hypnose: Bei derartig dröhnenden Bässen und fetten Hooks beginnen die Köpfe vor der Bühne von ganz alleine an zu wippen. Egal ob mit Weed oder ohne, Dopelord versprechen eingängige Melodien, die einen in Trance zu versetzen wissen.

Die Band wird mit ein paar Monaten Verspätung ihr 2021 erschienenes Album „Reality Dagger“ vorstellen. Und man darf gespannt sein, wie sich das Material live anfühlt. Nach den großartigen Werken der Vergangenheit wie ihrem 2014er-Album „Black Arts, Riff Worship and Weed Cult“ und ihrem umwerfenden 2020er-Release „Sign Of The Devil“ überzeugt auch das neue Mini-Album auf voller Linie. Dopelord haben es geschafft, ein weiteres Stoner-Doom-Meisterwerk abzuliefern, das noch tiefer in ihre schweren Basslines und ihren psychedelischen Heiligenschein eindringt, als seine Vorgänger. Also nicht lange warten und die Songs live abfeiern!

Es stampft und dröhnt aber auch in deutscher Mundart: Bei lokalen Geschichten dürfen als Support die (fast) einheimischen Braunschweiger Fuzziebär selbstverständlich nicht fehlen. Die Band sagt nicht frei von Ironie über sich selbst, dass sie zum Ziel haben, die schwersten Fuzz-Stoner-Doom-Psych- Riffs zu spielen, die überhaupt irgendwie möglich sind, und die Szene aus den Latschen zu kloppen. Spaß hin- oder her, die drei Jungs haben mit ihrer Band einen extrem groovenden Stoner-Klopper erschaffen, der sich hinter den bekannten Szene-Größen nicht zu verstecken braucht. Viel Spaß!

Donnerstag, 16. September 2021:
Dopelord, Support: fuzziebär, Béi Chéz Heinz, Liepmannstraße 7b, 30453 Hannover, Beginn: 20 Uhr, Eintritt 17 Euro

(Foto: Pressefoto/beichezheinz.de)

Wenn Dir dieser Text gefällt, teile den Artikel auf Facebook,
hinterlasse einen Kommentar oder abonniere unseren RSS-Feed!

Artikel drucken

Kategorien: Musik, Tagestipps

Kommentiere diesen Artikel